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Tuberkulose : Triumph und Niederlage des Robert Koch

  • Aktualisiert am

Entdecker des TBC-Erregers: Robert Koch Bild: picture-alliance / dpa

An einem der größten Tage seiner Forscherkarriere präsentierte Robert Koch 1882 den Tuberkulose-Erreger. Sein späterer Versuch, ein Heilmittel zu finden, scheiterte jedoch.

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          Am 24. März 1882 hielt der Bakteriologe Robert Koch am physiologischen Institut der Universität Berlin seinen legendären Vortrag „Über Tuberkulose“. Koch hatte nicht nur den infektiösen Charakter der Krankheit nachgewiesen, sondern auch deren Verursacher dingfest gemacht, das Stäbchen-Bakterium Mycobacterium tuberculosis.

          „In Zukunft wird man es im Kampf gegen diese schreckliche Plage des Menschengeschlechts nicht mehr mit einem unbestimmten Etwas, sondern mit einem fassbaren Parasiten zu tun haben, dessen Lebensbedingungen zum größten Teil bekannt sind und noch weiter erforscht werden können“, sagte Koch, der 1905 den Nobelpreis für Medizin erhielt.

          Kein Heilmittel gefunden

          Weniger glorreich verliefen Kochs spätere Bemühungen, aus Tuberkulin, einem Extrakt aus Tbc-Bakterien, ein Heilmittel zu entwickeln. Nach Eigenversuchen und Tests an nur knapp 50 Patienten verkündet er 1890, dass die Schwindsucht damit mit Sicherheit zu heilen sei. Nachdem sein berühmter Kollege Rudolf Virchow das jedoch widerlegt hatte und die ersten seiner Patienten der Tbc erlagen, verzichtete Koch auf weitere Studien.

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