https://www.faz.net/-gwz-9gv79

Neue Rekordwerte : Kein Rückgang der Treibhausgase in Sicht

  • Aktualisiert am

Abgase sind entscheidende Kohlendioxid-Quellen. Bild: dpa

Wieder Rekordwerte: Treibhausgase, die das Klima verändern, nehmen ungebremst zu in der Luft. Besonders besorgniserregend stuft die Weltwetterbehörde die neuen Höchstwerte von Kohlendioxid ein.

          1 Min.

          Die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre war im vergangenen Jahr nach den Messungen von Klimaforschern so hoch wie nie. „Es gibt keine Anzeichen für eine Umkehrung des Trends, der zu langfristigem Klimawandel, dem Meeresspiegelanstieg, der Versauerung der Meere undmehr extremen Wettersituationen beiträgt“, warnte dieWeltwetterorganisation (WMO) am Donnerstag in Genf. Das letzte Mal in der Erdgeschichte, dass es solche Kohlendioxidkonzentrationen in der Atmosphäre gegeben hatte, liegt drei bis fünf Millionen Jahre zurück.

          „Ohne eine Verringerung von CO2 und anderen Treibhausgasen wird der Klimawandel zerstörerische und unumkehrbare Folgen für die Erde haben“, warnte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. „Die Chance, noch einzugreifen, ist fast vertan.“ Die CO2-Konzentration stieg nach Angaben der WMO im vergangenen Jahr auf 405,5 ppm (Teilchen pro
          Million Teilchen), nach 403,3 im Jahr 2016. Auch die Konzentrationen an Methan steigt, einem extrem potenten Treibhausgas, das beim Abschmelzen des Permafrosts und in der Gasverwertung entsteht, ebenso wie im weltweiten Schnitt auch die Mengen an Stickoxyden.

          Zudem schlagen die Forscher wegen eines chlorierten Kohlenwasserstoffs, der die Ozonschicht schädigt und ebenfalls als Treibhausgas wirkt. Es geht um das längst verbotene Kühlmittel CFC-11 oder Trichlorfluormethan, das nach Angaben der WMO offenbar in Ostasien noch hergestellt werde. Der Rückgang von CFC-11 in der Atmosphäre habe sich seit 2012 deutlich verlangsamt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Hatte einmal mehr keinen leichten Tag: Armin Laschet

          Laschet und die Union : Machtprobe

          Ein turbulenter Tag für die Union: CSU-Chef Söder spricht Scholz die besten Chancen aufs Kanzleramt zu – und Laschet verhindert eine Kampfkandidatur in der Fraktion.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.