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Tanzen fürs Auge : Die Hüften, was sonst?

Die Tanz-Avatare ind er britischen Studie. Bild: F.A.Z., Northumbria University

Lockere Hüften und asymmetrische Bewegungen, das macht die ideale Tänzerin. Englische Psychologen sind der Tanz-Geometrie auf der Spur. Ihr Tip: stattdessen mutig kreisen und kurven.

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          Tanzen ist Gefühlssache, aber welcher Tanz wirklich auch bei anderen Eindruck macht, hat auch viel mit Mathematik zu tun. Die Mechanik im Auge des Betrachters. Für Frauen jedenfalls gilt: Der große Hüftschwung macht den Unterschied und die möglichst rhythmische , asymmetrische Bewegung von Armen und Oberschenkeln.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Eine Gruppe von Psychologen aus dem äußersten Norden Englands in Newcastle upon Tyne hat 39 tanzende Frauen mit 3D-Kameras aufgenommen und sie anschließend graphisch in  Computerfiguren – Avatare - ohne Gesicht und Kleidung übersetzt, damit keine optischen Einflüsse den Tanzeindruck stören. Die Studienresultate sind jetzt in „Scientific Reports“ erschienen.

          Die Psychologen haben danach 57 um die 30 Jahre alte Männer und 143 etwas jüngere Frauen gefragt: Was kommt gut an? Dazu hatten die „Juroren“ 15 Sekunden lange Tanzsequenzen zu bewerten, alle Probanden waren  heterosexuell. Was die Bewertung der Tanzqualität angeht, waren die Geschlechter ziemlich gleich: Es gefällt, was mit flüssigen ausladenden, aber auch kontrollierten Bewegungen anmacht. Weiblich soll die Bewegung sein,  mit großen Kurven eben. Bei Männern übrigens, das zeigen ältere Studien, konzentrieren sich die Blicke angeblich weniger auf Hüfte und Arme als auf den Oberkörper und die Beweglichkeit im Nackenbereich. Ein Stiernacken und steife Hüften helfen definitiv nicht.  

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