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Utopische Pandemie-Ziele? : Die Null steht

„Grüne Zonen“ mit extrem niedrigen Inzidenzen gehören zum Kern des Zero-Covid-Konzeptes. Bild: dpa

Bevor sich alles wieder um Lockerungen dreht: „Zero Covid“ oder „No Covid“ ist keine Zahl, sondern ein Anspruch. Null Corona hat erfolgreiche Vorbilder: im Arbeitsschutz, im Verkehr, in der Krebsmedizin. Es ist alles andere als realitätsfern.

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          Null Inzidenz, keine Corona-Neuinfektionen mehr – da gehe die Bevölkerung nicht mit, sagt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), „null ist keine gute Idee“. Die Idee war in der jüngsten Kanzlerinrunde mit den Ministerpräsidenten von Wissenschaftlern propagiert worden, beileibe nicht nur von Virologen, auch von hochkarätigen Ökonomen und Sozialforschern.

          „No Covid“ oder „Zero Covid“ war politisch tot, noch bevor es ernsthaft geprüft wurde. Unrealistisch, politisch nicht realisierbar, die Ministerpräsidentenkonferenz war schnell fertig damit. „Auf Sicht fahren“, die Lieblingslangzeitstrategie von CDU-Chef Armin Laschet, ist die gelebte Realität, das stimmt. Nur ist keiner glücklich mit dem Ergebnis. Gelernte Hilflosigkeit nennen Psychologen diesen traurigen Zustand. Als Hoffnungslosigkeit nehmen ihn weite Teile der Bevölkerung inzwischen wahr. Erschöpft und ernüchtert sind sie. Genervt. Die Zahlen sinken, doch die Maßnahmen sollten strenger werden – weil die ansteckenderen Mutanten anklopfen. Weil auch die Zahlen der täglichen Toten immer wieder schmerzen. Weil die deutsche Pandemiebilanz immer düsterer wird.

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          Danika Maia

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