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Soziale Systeme : Warum Klatsch und Tratsch unverzichtbar sind

  • -Aktualisiert am

„The Gossips“ - Norman Rockwells berühmte Illustration aus dem Jahr 1948 Bild: AP

Klatsch und Tratsch zählen nicht zu den angesehensten Formen der Kommunikation – und doch erfüllen sie im Zusammenleben eine wichtige Rolle. Über die Soziologie einer schlecht beleumundeten Kommunikationsform.

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          Klatsch ist ebenso verbreitet wie verrufen. Kaum jemand möchte bezichtigt werden, geklatscht zu haben. Aber ohne den Klatsch würde manches Gespräch schnell versanden. Angesichts dieser Ambivalenz verwundert es nicht, dass die Soziologie den Klatsch nicht mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht hat. Zu den soziologischen „Grundbegriffen“ wird er üblicherweise jedenfalls nicht gezählt. Umso erfreulicher ist, dass eine der wenigen Arbeiten, die sich dem Phänomen widmet, nun wieder erhältlich ist.

          Bereits 1987 hatte der Bielefelder Soziologe Jörg Bergmann sein Buch zum Thema vorgelegt, das nun in einer leicht aktualisierten Neuauflage vorliegt. Bergmann begreift den Klatsch als eine besondere Form der Konversation. Es geht also nicht um Klatschblätter, sondern um das Reden über dritte, den Beteiligten bekannte Personen.

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