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Heißer Genuss : Sogar Kaffee gendert

Wer auf seinen Cholesterinspiegel achten muss, sollte Filterkaffee einer anderen Zubereitungsart vorziehen. Und Frauen dann wiederum noch gemäßigter trinken als Männer. Bild: Plainpicture

Frisch aufgebrüht, gefiltert, unter Hochdruck gepresst: Je nach Art der Zubereitung beeinflusst Bohnenkaffee den Cholesterinspiegel von Frauen anders als den von Männern. Und das ist nicht der einzige Unterschied.

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          Dass der Konsum von Kaffee die Cholesterinkonzentration im Blut steigen lässt, was auf Dauer zu Herz- und Kreislaufproblemen führen kann, davor wird seit Längerem gewarnt. In der Fachzeitschrift „Open Heart“ erklären nun norwegische Forscher, dass dieser Effekt von der Zubereitung abhänge und sich auf Frauen entsprechend anders auswirke als auf Männer. Selbst bei diesem Genussmittel ist also ein Unterschied zwischen den Geschlechtern erkennbar.

          Sonja Kastilan
          Redakteurin im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ausgewertet wurden für diese aktuelle Studie Daten aus der Stadt Tromsø, wo die Altersgruppe „40 plus“ seit 1974 im Rahmen einer Langzeitstudie regelmäßig untersucht und zu Ernährungs- und Lebensgewohnheiten befragt wird, unter anderem zum Kaffeegenuss. An der berücksichtigten siebten und aktuellsten Erhebung von 2015/2016 nahmen 65 Prozent der dazu Eingeladenen teil, insgesamt waren das 11.074 Frauen und 10.009 Männer. Und wie sich zeigte, hat Espresso offenbar größeren Einfluss auf den männlichen Körper (oder eben Stoffwechsel) als auf den weiblichen, während heiß aufgebrühter Kaffee, zum Beispiel aus einer beliebten „French Press“, auf beide Geschlechter ähnlich stark wirkt. Filterkaffee macht sich wiederum eher bei Frauen bemerkbar, aber im Vergleich geringer als der aus der Druckkanne.

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