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Lithium-Ionen-Akkus : Batterieland Deutschland?

Am Helmholtz-Institut Ulm wird an einer neuen Generation von Batterien geforscht. Bild: KIT

Ohne Lithium-Ionen-Akkus kann der moderne Mensch nicht leben. Die meisten kommen aus Asien. Jetzt ist Deutschland dabei, seine einst starke Stellung in Forschung und Produktion zurückzuerobern.

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          Wer bekommt einen Nobelpreis? Nach dem Willen seines Stifters derjenige, der der Menschheit „den größten Nutzen“ geleistet hat. Während man häufig fragen kann, ob jeder Preisträger dieses Kriterium hundertprozentig erfüllt, gibt es bei den diesjährigen Chemienobelpreisträgern John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino keinen Zweifel: Die Erfinder der Lithium-Ionen-Batterie haben sich die Auszeichnung mehr als verdient. Von ihrem Produkt profitieren Milliarden, und das jeden Tag.

          Manfred Lindinger

          Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Vor 30 Jahren kamen die erste Lithium-Ionen-Batterien auf den Markt. Seitdem kommt die Menschheit nicht mehr ohne die mobilen Stromspeicher aus. Sie versorgen Smartphones und Notebooks ebenso wie E-Bikes und E-Autos. Akkus speichern den aus Windkraft und Photovoltaik gewonnenen Strom und helfen, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Ohne starke Batterien, so der Tenor nicht nur in Deutschland, kein effektiver Klimaschutz, keine Energie- und keine Verkehrswende.

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