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EU-Umfragespiel, Teil 2 : Wie steht es um die Sicherheit im Internet?

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Angriffe auf unsere elektronische Sicherheit, ob individuell oder kollektiv, können verschiedene Formen annehmen, von DoS - dem „Denial-of-Service“, der ganze Seiten zusammenbricht, bis hin zu Angriffen durch Phishing  mit irreführenden E-Mails und der Verbreitung der gefürchteten „Ransomware“, Computerviren, die ganze Systeme als Geiseln halten und sie blockieren, bis ein Lösegeld bezahlt wird. Der jüngste Bericht von Europol über die organisierte Kriminalität verweist auf Ransomware, von der 2017 allein mehr als eine Milliarde Menschen weltweit betroffen waren, als die schrecklichste. Es war in der Tat eine Ransomware, die im Mai 2017 tagelang die Computersysteme von 14 britischen Krankenhäusern und mehreren spanischen Energieversorgern sowie weitere 45.000 Computer in 74 Ländern als Geisel hielt. Sein Name Wannacry könnte nicht besser sein, denn Tausende von Menschen hatten bis zur Freischaltung der Systeme keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Strom und Gesundheitsversorgung.

Regierungen hacken mit

Dieses Szenario wird durch die wachsende Präsenz von Akteuren auf politischer Ebene erschwert, die nicht nur zu wirtschaftlichen, sondern auch zu strategischen Zwecken tätig sind, wie z.B. die Änderung der Wahlergebnisse zu erzwingen oder einer feindlichen Regierung durch Sabotage ihrer lebenswichtigen Infrastrukturen wie Strom- und Wassernetzen zu schaden. Das Europäische Parlament, das in den letzten Monaten die neue europäische Datenschutzgrundverordnung  auf den Weg gebracht hat, hat kürzlich seine Besorgnis über die Gefahr geäußert, dass mit dem Beginn der Europawahlen im Juni Facebook, aber auch Twitter und andere soziale Netzwerke Interferenzaktivitäten entwickeln könnten, die darauf abzielen, das Ergebnis der Abstimmung zu ändern. Die EU hat bereits einige Initiativen ergriffen, um Einmischungen entgegenzuwirken, darunter eine Änderung der Regeln für die Parteienfinanzierung, die die Erhebung und Verwendung von Benutzerdaten für Profilzwecke verbieten würde. Die Änderung gilt nur für europäische Fraktionen, da die Europäische Kommission nicht befugt ist, politische Parteien in einzelnen Ländern direkt zu bestrafen.

Die Besorgnis wächst auch auf der anderen Seite des Atlantiks, wo Kalifornien kürzlich das SB-327 verabschiedet hat, das erste amerikanische Gesetz über die Sicherheit intelligenter Objekte, das von allen Herstellern ab dem 1. Januar 2020 neue Sicherheitsmaßnahmen verlangt. Diese Maßnahme wurde bereits von vielen in Frage gestellt, die sie für zu vage halten, wobei jedoch der Bundeskongresses erst einmal Zeit herausgeholt hat, um das Internet der Dinge und die Verbesserung der Cybersicherheit und die entsprechende Gesetzgebung auf den Weg zu bringen.

Die ehrgeizigste Maßnahme bleibt jedoch eine Genfer Konvention für das digitale Zeitalter, die darauf abzielt, die Zivilbevölkerung vor Cyberangriffen und die lebenswichtigen Infrastrukturen wie Stromnetze und Krankenhäuser zu schützen. Vor kurzem wurde diese Initiative von Microsoft-Präsident Brad Smith anlässlich des hundertsten Jahrestages des Waffenstillstands des Ersten Weltkriegs auf den Weg gebracht, da diese Konvention allen Kriegen ein Ende setzen sollte. „Leider war es nicht so“, betonte Smith. Um das menschliche Leben wirklich zu verbessern, wie Albert Einstein bemerkte, müssen wir unsere Richtlinien und Organisationen anpassen, um mit der Technologie Schritt zu halten.

REISEARCH – eine digitale Brücke zu Bürgern und Entscheidern

REIsearch ist eine gemeinnützige Europäische Initiative, die von der Europäischen Kommission kofinanziert wird, um zu zeigen wie ein technologisches Tool, gekoppelt mit einem breiten Netzwerk von nationaler Medien, Forschungsinstituten, Forschern, Organisationen der Zivilgesellschaft und Bürgern politischen Entscheidern die Nutzung von Wissen und Erfahrungen erleichtern können, um bessere Entscheidungen treffen zu können, die auf Kenntnissen und Erfahrungen beruhen. Hauptförderer ist „Atomium“, ein Europäisches Institut für Wissenschaft, Medien und Demokratie, das vor sieben Jahren im Europäischen Parlament vom ehemaligen Präsident von Frankreich, Valéry Giscard d’Estaing und Michelangelo Baracchi Bonvicini ins Leben gerufen wurde.

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