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Raumstation : ISS auf der Waage

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Wie schwer ist die Internationale Raumstation? Bild: Nasa

Die Internationale Raumstation ist mittels einer Bahnkorrektur gewogen worden. Das genaue Gewicht des Kolosses im All soll am kommenden Montag feststehen.

          Die Internationale Raumstation ISS ist am Freitag erstmals gewogen worden. Wie das russische Flugleitzentrum FLZ in Korolojow bei Moskau mitteilte, fand das Manöver im Zusammenhang mit der Anhebung der Bahnhöhe der Station statt, die pro Tag etwa 150 Meter an Höhe verliert. Derzeit umkreist sie in rund 360 Kilometern Höhe die Erde. Das Ergebnis des Wiegens soll am Montag bekanntgegeben werden. Experten schätzen die Masse der ISS auf derzeit rund 183 Tonnen.

          Für die Bahnkorrektur wurden um 7.24 Uhr MESZ die Triebwerke des angekoppelten automatischen Frachters „Progress M-50“ für 333 Sekunden gezündet. Dadurch wurde die ISS um vier bis fünf Kilometer geliftet. Bei dem Manöver wurden zugleich die Daten gewonnen, die für die Ermittlung der Masse der ISS erforderlich sind. Die russischen Experten gehen von einer Genauigkeit von ein bis zwei Prozent aus.

          Grundlage für Bahn- und Kurskorrektur

          Der „Progress“-Frachter, der vor knapp einer Woche an der Station angelegt hatte, diente beim Wiegen als „Gewicht“. Da seine Masse und der Schub seiner Triebwerke bekannt sind, läßt sich nach der Schulformel Kraft gleich Masse mal Beschleunigung errechnen, wie schwer die ISS ist.

          Die Kenntnis der exakten Masse der ISS ist für künftige Bahn- und Kurskorrekturen von großer Bedeutung. Denn so kann der Treibstoffbedarf für diese Manöver optimal berechnet werden. Wie Flugleiter Wladimir Solowjow zuvor mitteilte, ist früher bereits einmal die russische Raumstation MIR gewogen worden. Allerdings sei die Präzision jetzt bei der ISS erheblich höher. Da die Station ständig Nachschub erhält und zugleich Verbrauchsgüter entsorgt werden, ändert sich ihre Masse ständig.

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