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Raumfahrt : Der Mars wird enträtselt

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Forschungssonden sorgen für einen steten Fluß wissenschaftlicher Daten vom Mars. Die neuen Erkenntnissen bilden die Grundlage dafür, den Traum von einer bemannten Mission zu realisieren.

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          „Der Mars ist kein freundlicher Planet“, sagte Jean-Jacques Dordain, Generaldirektor der europäischen Raumfahrtbehörde Esa, als das erhoffte Signal des europäischen Landemoduls „Beagle 2“ an Weihnachten ausblieb. Von dem kleinen Roboter fehlt seither jede Spur. Auch die amerikanische Mars-Sonde „Spirit“ kam nicht so reibungslos voran, wie es die glatte Landung vermuten ließ. Die Geschichte der Marsforschung ist voller Mißerfolge, viele Missionen scheiterten entweder schon vor der Ankunft auf dem Mars oder sendeten niemals ein Signal.

          Doch davon läßt sich die Forschergemeinde nicht bremsen. Die amerikanischen Sonden „Opportunity“ und „Spirit“ haben auf dem Mars in wissenschaftlich hochinteressantem Terrain neue Erkenntnisse über den geologischen Aufbau des Planeten gesammelt. „Mars Express“, der Satellit der Europäischen Raumfahrtagentur Esa, liefert ständig neue Daten über den Planeten, der auf diese Weise vollständig kartografiert werden konnte, und wies zudem Wasservorkommen auf der fremden Welt nach.

          Mehr Bilder und Daten über den Mars

          Inzwischen sind so viele Forschungsroboter auf dem Roten Planeten aktiv, daß ständig neue Erkenntnisse über den Mars die Erde erreichen. Die Aufnahmen der hochauflösenden Stereokamera der Esa und weitere wissenschaftliche Gerät an Bord von „Mars Express“ beschäftigen die beteiligten Wissenschaftler auf Jahre hinaus. Die beiden amerikanischen Rover „Opportunity“ und „Spirit“ haben ihre Missionen übererfüllt und sind länger im Einsatz als geplant - bis ihre Technik endgültig versagt.

          Auf der Basis der neuen Erkenntnisse können auch bemannte Missionen zu unserer Nachbarwelt ins Auge gefaßt werden. Der amerikanische Präsidenten George W. Bush hat den Willen, Amerikaner zum Mars zu schicken, artikuliert, Europa arbeitet mit dem „Aurora“-Programm an diesem Ziel, realisiert werden kann der Flug von Menschen zum Roten Planeten wohl nur gemeinsam. Bis es soweit ist werden weitere Forschungsmissionen unser Verständnis vom Mars stetig vergrößern - und uns möglicherweise neue Hinweise darauf geben, unter welchen Umständen Leben entstanden ist und noch entsteht.

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