Darauf sollten Männer mit Prostatakrebs achten
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Prostatakrebs äußert sich unter anderem in verändertem Harndrang. Bild: dpa
Eine lang erwartete Studie zeigt, wie Karzinome mit niedrigem Risiko am besten behandelt werden sollten. Bestrahlung und Operation sind oft nicht die beste Option.
Für Männer über 50 Jahren ist das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, recht hoch, pro Jahr wird diese Diagnose rund 70.000-mal ausgesprochen. Und dann? Wird viel zu häufig übertherapiert. Für Prostatakarzinome, bei denen ein niedriges Risiko besteht, hat die britische Protect-Studie nun untersucht, ob die Patienten besser operiert, bestrahlt oder aktiv überwacht werden sollen. Jetzt sind erstmals Langzeitdaten zu den Überlebensraten und Nebenwirkungen fünfzehn Jahre nach der Therapieentscheidung veröffentlicht worden. Professor Peter Albers, Direktor der Klinik für Urologie am Uniklinikum Düsseldorf, erklärt, was diese Ergebnisse für Konsequenzen in der Behandlung haben.
Herr Albers, nach der Protect-Studie haben Männer mit einem auf die Prostata beschränkten Niedrigrisiko-Karzinom die gleiche krankheitsspezifische Sterblichkeit, egal ob sie operiert, bestrahlt oder aktiv überwacht und erst beim Fortschreiten der Erkrankung behandelt werden. Müssen Urologen diesen Patienten jetzt nicht zur aktiven Überwachung raten?
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