https://www.faz.net/-gwz-a4hro

Rekord im Labor : Physiker messen kürzeste Zeitspanne der Welt

  • Aktualisiert am

Kurzstreckenflug: Im Experiment wurde gemessen, wie lange ein Lichtquant braucht, um ein aus zwei Atomen bestehendes Wasserstoffmolekül zu durchqueren. Bild: Universität Frankfurt

Nur wenige Billionstel einer Milliardstel Sekunde dauert es, bis Lichtteilchen ein Molekül mit zwei Atomen durchquert haben. Forscher aus Frankfurt, Berlin und Hamburg haben solch eine kurze Zeitspanne gemessen.

          1 Min.

          Kurz, kürzer, am kürzesten: Forscher der Universität Frankfurt haben zusammen mit Kollegen aus Hamburg und Berlin einen physikalischen Vorgang gemessen, der nur einige Zeptosekunden dauert – die Ausbreitung von Licht innerhalb eines Wasserstoffmoleküls. Eine Zeptosekunde ist ein Billionstel einer Milliardstel Sekunde. Noch nie zuvor wurde nach Angaben der Goethe-Universität eine so kurze Zeitspanne im Experiment festgehalten.

          Die Forscher um Reinhard Dörner haben im Hamburger Beschleunigerzentrum Desy Wasserstoffmoleküle mit Röntgenlicht bestrahlt. Die Energie der Lichtteilchen stellten sie so ein, dass eines dieser Photonen genügte, um kurz hintereinander beide Elektronen aus dem Molekül herauszuschlagen. Dabei entstand ein Interferenzmuster, das mit einem speziellen, von Dörner entwickelten Mikroskop vermessen wurde. So konnten die Physiker bestimmen, wann ein Photon das erste Wasserstoffatom erreichte und wann das zweite Atom getroffen wurde. Dazwischen lagen maximal 247 Zeptosekunden, je nachdem wie weit die beiden Atome im Molekül gerade voneinander entfernt waren.

          Link zur Publikation: https://science.sciencemag.org/cgi/doi/10.1126/science.abb9318

          Weitere Themen

          Zurück zur Krankschreibung per Telefon

          F.A.Z.-Hauptwache : Zurück zur Krankschreibung per Telefon

          Ärzte können ihre Patienten wieder per Telefon krankschreiben. Die FDP fordert, dass sich das Parlament stärker an der Corona-Politik beteiligen kann. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          Die Opposition will mitreden

          Corona-Verordnungen : Die Opposition will mitreden

          Bisher reagiert die hessische Landesregierung auf das Infektionsgeschehen mit Verordnungen. Die FDP-Fraktion im Landtag präsentiert nun einen Gesetzentwurf, der das Parlament entscheiden ließe.

          Topmeldungen

          Abgeordnete im Deutschen Bundestag

          Corona-Kompetenzen : Die Gesetze macht immer noch der Gesetzgeber

          Beim Streit über die Kompetenzen des Bundestages geht es um mehr als nur um Formalitäten. Die Debatte ist auch eine Abrechnung mit der Art, wie die Corona-Politik bisher zustande gekommen ist.
          Schönau am Königssee: Alle Touristen mussten den Landkreis Berchtesgadener Land bis zum Beginn des Lockdowns verlassen. (Archivbild)

          Lockdown am Königssee : Jetzt ist auch für den Tourismus Schluss

          2500 Gäste mussten bis 14 Uhr den Landkreis Berchtesgadener Land verlassen. Bergbahnen und Ausflugsschiffe stehen still. Bei den Einheimischen macht sich Wut breit – über all jene, die den Lockdown durch ihr sorgloses Verhalten provoziert haben.
          Ein Kühlschrank mit kostenlosen Lebensmitteln im Stadtteil Brooklyn.

          Lebensmittelversorgung : Von New Yorkern für New Yorker

          In New York stehen auf den Bürgersteigen Kühlschränke mit kostenlosen Lebensmitteln. In Zeiten der Corona-Krise ist die Nachfrage danach immens. Das Konzept ist unkomplizierter als die Tafeln.
          Schön hier? Das dachten sich auch zahlreiche Millionäre von außerhalb der EU: Zypern verkauft schon seit Jahren Staatsbürgerschaften seines Landes.

          Goldene Pässe : „Europäische Werte sind keine Ware“

          Sieben Milliarden Euro hat allein Zypern in den vergangenen Jahren mit dem Verkauf von Staatsbürgerschaften verdient. Die EU-Kommission geht dagegen nun vor – und betritt damit rechtliches Neuland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.