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Nanomaterial mit Handicap : Wie sicher ist das Wundermaterial Graphen?

Graphen, das extrem dünne Nano-Material mit zweidimensionaler Kohlenstoffstruktur, sieht gewöhnlichem Kohlenstoffstaub zum Verwechseln ähnlich. Bild: Graphene-Flagship.eu

Graphen besteht oft nur aus einer Lage von Kohlenstoff-Atomen und hat Eigenschaften wie kein anderes Material. Davon verspricht sich die Industrie wahre Wunder. Doch was ist mit den Risiken für Mensch und Umwelt?

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          Als André Geim und Konstantin Novoselov vor 15 Jahren an der Universität in Manchester erstmals eine hauchdünne Schicht Graphen herstellten, war die Aufregung groß: Die Wissenschaft sprach vom dünnsten Material der Welt, die Wirtschaft von neuen Möglichkeiten. Denn Graphen erwies sich  fester als Stahl, so biegsam wie Gummi und so transparent wie Glas. Es kann Wärme und elektrischen Strom besser leiten als ein Kupferdraht. Ein Material, das diese Fähigkeiten besitzt, muss ein wahres Wunder sein.

          Manfred Lindinger

          Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Tatsächlich zeigt Graphen Eigenschaften, wie man sie von kaum einer anderen Substanz kennt. Und dabei besteht das „Wundermaterial" überwiegend aus Kohlenstoffatomen. Diese Atome sind wie beim Graphit in hauchdünnen Waben angeordnet. Im Jahr 2010 wurden  Geim und Novoselov für ihre Entdeckung mit dem  Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Seitdem lässt Graphen die Herzen vieler Forscher und Unternehmer höherschlagen.

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