Test für Quantenkryptografie : Quantencodes spuken über den Dächern von Schanghai

Chinesische Forscher nehmen eine wichtige Hürde bei der Quantenkommunikation: Quantencodes lassen sich mit Lichtpulsen kilometerweit direkt durch die Luft übertragen – und das jetzt sogar innerhalb von Millionenstädten.
Dank großer Fortschritte in der Quantenkryptografie lassen sich Quantencodes mittlerweile über große Distanzen mit Hilfe von Lichtpulsen oder einzelnen Photonen sicher übermitteln. Als Übertragungsmedium nutzt man bei solchen empfindlichen Experimenten häufig Glasfasern. Quantenmechanisch verschlüsselte Botschaften können aber auch direkt durch die Atmosphäre verschickt werden. Für solche Freilandversuche suchen die Forscher bevorzugt dünn besiedelte Gebiete auf, damit nur wenig Restlicht und geringe Luftturbulenzen die nächtliche Übertragung stören. Eine pulsierende Großstadt stellt für solche Unternehmungen eine ungemein größere Hürde dar. Dass es aber möglich ist, Quantenbotschaften auch innerhalb einer Millionenstadt mit Hilfe von Lichtsignalen kilometerweit frei durch die Atmosphäre zu übermitteln, haben jetzt chinesische Physiker in Schanghai demonstriert.





