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Wertvolles Lithium : Das weiße Gold der Weltmeere

Die größte Lithium-Reserve der Welt: Blick auf die Salar de Uyuni in Bolivien. Bild: dpa

Lithium ist für die E-Mobilität unverzichtbar. Doch die Ressourcen an Land sind begrenzt. Amerikanische Forscher wollen das Leichtmetall nun elektrochemisch aus dem Meerwasser fischen. Keine leichte Aufgabe.

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          Lithium zählt zu den begehrtesten Rohstoffen der Welt. Kein Handy, kein E-Bike und kein Elektroauto kommen ohne dieses Element aus. Denn das Leichtmetall und seine Verbindungen stecken in jeder Lithium-Ionen-Batterie. Während kleine Akkus nur wenige Gramm des Alkalimetalls enthalten, werden für ein Elektroauto einige Kilogramm benötigt, für den Tesla Model S bis zu 80 Kilogramm.

          Manfred Lindinger

          Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Schon jetzt, bevor das Zeitalter der Elektromobilität so richtig begonnen hat, ist die Nachfrage an Lithium immens. Laut einem aktuellen Bericht der amerikanischen Behörde für Kartographie USGS sind im Jahr 2019 rund 77.000 Tonnen Lithium abgebaut worden. Mehr als 60 Prozent würden derzeit allein für die Herstellung von Batterien verwendet. Tendenz steigend. Im Jahr 2017 waren es noch 35.000 Tonnen an Lithium, die weltweit produziert wurden. Davon wurden 46 Prozent für die Herstellung von Batterien verwendet. Je nach Szenario, wie stark sich die E-Mobilität in den kommenden Jahren entwickeln wird, könnte der jährliche Bedarf an Lithium bis 2030 auf das Zehnfache steigen. Im Jahr 2050 könnten pro Jahr mehr als eine Millionen Tonnen benötigt werden.

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