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Halbleiterlaser : Leuchtendes Silizium

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Ein Halbleiterlaser, der fast vollständig aus Silizium besteht, könnte es ermöglichen, elektrische Ströme noch schneller in optische Signale und umgekehrt zu verwandeln.

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          Einen Halbleiterlaser, kaum größer als eine Ein-Euro-Münze, der fast vollständig aus Silizium besteht, haben Forscher von der Firma Intel in Santa Clara (Kalifornien) ersonnen. Damit könnte es nun möglich werden, optische und elektronische Bauteile auf einem herkömmlichen Chip zu integrieren und damit elektrische Ströme noch schneller in optische Signale und umgekehrt zu verwandeln. Zugute kommen würde das der Telekommunikation.

          Herzstück des Lasers ist ein 1,5 Mikrometer breiter und fünf Zentimeter langer s-förmiger Lichtleiter aus Silizium, der mit einem hochreflektierenden Material beschichtet ist. Betrieben wird er dadurch, daß man in das eine Ende infrarotes Licht einkoppelt und eine Spannung anlegt. Als Folge treten am anderen Ende ebenfalls infrarote Laserpulse aus, deren Wellenlänge ein wenig rotverschoben ist.

          Anregungsenergie wird übertragen

          Ursache ist der der sogenannte Raman-Effekt, wie Haisheng Rong und seine Kollegen in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Nature" berichten. Bestrahlt man ein Medium mit intensivem Licht, so wird ein Teil der Anregungsenergie auf die Atome und Moleküle übertragen. Diese senden ihrerseits Licht einer größeren Wellenlänge aus. Mit einer Lichtausbeute von rund zehn Prozent könnte der Silizium-Laser bald den Weg in die Anwendung finden.

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