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Forschung : Top-Quark massereicher als gedacht

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Das sogenannte Top-Quark, das massereichste aller Elementarteilchen, ist schwerer als bislang angenommen. Das liefert einen genaueren Anhaltspunkt für die Masse des letzten noch ausstehenden Bausteins der Materie.

          Das sogenannte Top-Quark, das massereichste aller Elementarteilchen, ist schwerer als bislang angenommen. Das haben neue Analysen früherer Messungen am Fermi National Laboratory in Illinois ergeben. Der bisherige Wert wird von bisher 174 auf nun 178 Milliarden Elektronenvolt (Gigaelektronenvolt) heraufgesetzt. Wenn auch die Differenz - sie entspricht in etwa der Masse von vier Protonen - vergleichsweise klein erscheinen mag, die sich daraus ergebenden Konsequenzen sind für die Teilchenphysiker um so bedeutsamer ("Nature", Bd. 429, S. 638).

          Denn der neue Wert liefert einen genaueren Anhaltspunkt für die Masse des letzten noch ausstehenden Bausteins der Materie, des Higgs-Teilchens. Dessen Masse beträgt danach mindestens 117 GeV, und diese Energie ist von keinem existierenden Teilchenbeschleuniger bisher erreicht worden. Große Hoffnung setzt man deshalb auf den weltweit leistungsfähigen Beschleuniger, den "Large Hadron Collider", der in einigen Jahren am Europäischen Zentrum für Elementarteilchenforschung Cern bei Genf in Betrieb gehen soll. Mit ihm läßt sich die für das Higgs-Teilchen erforderliche Energie erzeugen.

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