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Hygiene in Zeiten der Pandemie : Lob der Seife

  • -Aktualisiert am

Einst ein Luxusgut, heute Massenware – und nach wie vor unverzichtbar: Seife Bild: www.plainpicture.com

Seife ist die vielleicht wichtigste Chemikalie der menschlichen Zivilisation. Das wird besonders in diesen Zeiten deutlich, in denen es auf die Hygiene jedes einzelnen ankommt.

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          Schon vor Jahren haben die Rolling Stones ein passendes Lied zur aktuellen Lage geschrieben. „Old habits die hard“. Mit Ende siebzig wird Mick Jagger wissen, was das heißt. Bis vor kurzem galt das auch für den Einkauf von Toilettenpapier. Ohne groß nachzudenken wusste jeder, wie viel er ungefähr braucht. Man kann das inzwischen exakt berechnen. Und zwar auf der Website howmuchtoiletpaper.com. Wer zehn Rollen hat, dreimal am Tag das stille Örtchen aufsucht, sich jeweils fünfmal den Hintern abwischt und dabei im Schnitt zwei Blatt verbraucht, kommt mehr als fünfzig Tage hin. Deutlich länger als die derzeit empfohlene Quarantänezeit für Infektionen mit dem neuen Coronavirus.

          Doch die Urangst sitzt offenbar tiefer. Landauf, landab hieß es vergangene Woche: Klopapier ausverkauft. Dass sich Fachleute angesichts solcher Unvernunft unisono die Haare rauften, half kein bisschen weiter. Wer hätte gedacht, dass man das Thema Hygiene neu deklinieren muss? Toilettenpapier, ob nun einlagig oder mit feuchtem Verwöhnmoment (Originalton Hersteller), ist eine Errungenschaft, in punkto Seuchenprophylaxe aber vernachlässigbar. Ein Großteil der Weltbevölkerung begnügt sich bis heute mit Wasser. Wichtig ist nur, danach die Hände zu waschen. Und zwar mit Seife.

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