Medizin-Nobelpreis 2009 :
Das Unsterblichkeitsenzym

Von Hildegard Kaulen
Lesezeit: 4 Min.
Die Träger der diesjährigen Nobelpreise für Medizin stehen fest: Die Preise gehen an drei Wissenschaftler, die sich um die Erforschung der Telomere und des zugehörigen „Unsterblichkeitsenzyms“ Telomerase verdient gemacht haben.

Wie die Chromosomen ihre Enden während der Zellteilung instandhalten, ist eine Frage, die Forscher lange beschäftigt hat. Weil das Verdoppeln der DNA einen gewissen Platz in Anspruch nimmt, kann die Vorlage nicht bis zum letzten Ende kopiert werden. Die Chromosomen müssten eigentlich bei jeder Zellteilung kürzer werden, was sie aber normalerweise nicht tun. Es gibt also einen Mechanismus, der sie davor schützt, bei jeder Zellteilung einen Teil ihrer Erbinformation zu verlieren und ihr genetisches Programm nach und nach einzubüßen.

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