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Neue Covid-Teststrategien : „Wie letzten Herbst den Kopf in den Sand stecken und das Beste hoffen?“

Systematische Teststrategien: Die fast überall betriebenen Corona-Testzentren waren lange Inbegriff dafür, jetzt könnten andere bevölkerungsweite PCR-Screenings folgen. Bild: dpa

Heißt es nach den Ferien: Alle mal zum Testen? Das Robert Koch-Institut schlägt für Kita- und Schulöffnung ein neues Konzept vor – und ein Berliner Genpionier erklärt im Interview, wie er die Pandemie mit einer radikal billigen PCR-Großattacke ersticken will.

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          Wie war das mit den Schnelltests? Ähnlich wie mit den Masken: zäh bis zu ihrer Einführung, aber dann hallo! Tatsächlich sind die unkomplizierten, oft spottbilligen und auch zu Hause anwendbaren Viren-Nachweise mit den Antigentests fast schon so alltäglich geworden wie der Mundschutz. Aber ebenso wie diesen würde jeder die lästigen Testpflichten auch gerne wieder loswerden. Wie weit wir als Gesellschaft von dieser Zukunft noch entfernt sind – Impfung hin oder her –, das lässt sich aus den Diskussionen der vergangenen Tage um den Reiseverkehr und vor allem um die Wiedereröffnung der Schulen und Kindertagesstätten nach den Sommerferien ablesen.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Die Antigentests als mittlerweile fester Bestandteil der nationalen Teststrategie stehen dabei ganz im Zentrum. Wie lange aber noch? Die Konkurrenz jedenfalls wächst. Ganz neue bevölkerungsweite Teststrategien kommen ans Licht, zum Teil auch radikale Ansätze wie die einer Berliner Gruppe um den ehemaligen Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik und Initiator des deutschen Humangenetik-Projektes, Hans Lehrach (siehe nachstehendes Interview).

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