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Netzrätsel : Ich existiere nicht

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Bild: https://thispersondoesnotexist.com

Es gibt so gut wie nichts, was es nicht gibt im Netz der Netze: Geniales, Interessantes, Nützliches und herrlich Überflüssiges. Diesmal: Geistergesichter aus dem Computer.

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          Algorithmen, die Bilder erkennen, sind so mächtig, dass es einem mulmig wird. Die meisten Facebook-Fans haben das schon erlebt: Sie laden ein Partyfoto hoch, und Facebook erkennt prompt die Gesichter ihrer trunkenen Freunde und schlägt gleich die korrekten Namen vor. Und auch das iPhone sortiert die gespeicherten Fotos den darauf abgebildeten Personen zu. Inzwischen gibt es eine Reihe von Unternehmen, deren Hauptgeschäftszweck es ist, Personen auf digitalen Bildern zu identifizieren – an dieser Technologie haben auch Strafverfolgungsbehörden Interesse.

          Natürlich gibt es auch eine Gegenbewegung: So haben findige Softwareschmiede Mittel gefunden, Digitalbilder so zu verändern, dass das menschliche Auge keinen Unterschied zum Original feststellen kann. Gesichtserkennungssoftware beißt sich aber an den manipulierten Fotos die Zähne aus. Eine andere Blüte der Forschung ist das Projekt „This Person does not exist“ unter https://thispersondoesnotexist.com. Auf dieser Website wird bei jedem neuen Laden ein Gesicht angezeigt – auf den ersten Blick handelt es sich bei den gezeigten Personen um Menschen der Kategorie „netter Kollege“ oder „Nachbarskind“. Faszinierenderweise werden diese Gesichter jedoch von einer Künstlichen Intelligenz erzeugt, keine der Personen existiert. Wer also soziale Netzwerke nutzen möchte, die das Hochladen eines Porträtfotos erfordern, der kann sich hier bedienen, um nicht automatisch erkannt zu werden. Drücken Sie einfach F5, bis Ihnen ein Alter Ego zusagt!

          Nun unsere Rätselfrage: Wie nennt man den Effekt, dass man Gesichter schlechter wiedererkennen kann, die nicht der eigenen Ethnie entstammen? Senden Sie Ihren Lösungsvorschlag bitte an netzraetsel@faz.de. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir einen eBook-Einkaufsgutschein im Wert von 25 Euro.

          Einsendeschluss ist der 16. Juni 2021, 21 Uhr. In der vorvergangenen Woche wäre „Brain Jam“ die richtige Lösung gewesen; der Gewinner wurde schriftlich benachrichtigt.

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