https://www.faz.net/-gwz-omch

Treibhausgase : Die größten Bäume des Regenwalds blühen auf

  • Aktualisiert am

Vergängliches Paradies Bild: Bill Laurence

Die größten Bäume im Amazonas-Regenwald profitieren offenbar vom allmählich steigenden Kohlendioxidgehalt in der Luft: Sie wachsen schneller und werden größer. Kleinere Gewächse haben das Nachsehen.

          1 Min.

          Der Regenwald im Amazonasbecken mit seinen gewaltigen, ein dichtes Kronendach bildenden Brettwurzelbäumen verändert auch in seinen entlegensten und unberührtesten Stellen sein Gesicht - dort, wo selbst Holzfäller und brandrodende Siedler noch nicht hingekommen sind. Davon ist zumindest die Forschergruppe um Bill Laurance vom Smithsonian-Forschungsinstitut in Panama überzeugt.

          Auf achtzehn Untersuchungsflächen, die zusammen rund dreihundert Quadratkilometer einnehmen, haben die Biologen in den vergangenen fast zwanzig Jahren Populationsdichte und Wachstumsgeschwindigkeit von 115 verschiedenen Gehölzarten studiert. Annähernd 13.700 Bäume wurden registriert und vermessen. Ergebnis: Einige der schnell wachsenden und ausgesprochen groß werdenden Gattungen unter den Urwaldriesen legten in der zweiten Hälfte der Untersuchungsfrist beträchtlich an Masse und Populationsdichte zu. Im Gegenzug wuchsen die Bäume von mehr als einem Dutzend kleinerer und langsamer wachsender Baumgattungen im Schatten der Kronenbäume wesentlich langsamer („Nature“, Bd. 428, S. 171).

          Erklären können sich die Forscher diese Entwicklung nur so, daß die Baumriesen von dem sukzessive steigenden Kohlendioxidgehalt in der Luft profitieren. Dieser begünstige eine schnellere Photosynthese bei den ohnehin schon mit einem schnelleren Stoffwechselumsatz ausgestatteten Baumriesen.

          Weitere Themen

          Erst Ausnahmezustand, dann Schneeschmelze? Video-Seite öffnen

          Österreichische Alpen : Erst Ausnahmezustand, dann Schneeschmelze?

          Schulen und Straßen blieben in Österreich vielerorts geschlossen, weil Lawinen und Erdrutsche dicht an bewohnte Gebiete heranreichten. Nach dem heftigen Schneefall folgt nun die Schmelze: „Das heißt für morgen Entspannung, aber keine Entwarnung", summiert ein Geologe.

          Topmeldungen

          Hinter den Häusern und Kirchen der Innenstadt in München sind am Morgen die Berge sichtbar.

          Bauvorhaben und Infrastruktur : Bayern und seine Schwächen

          Bayern steht gut da, doch auch im Freistaat hakt es mancherorts außerordentlich. In München droht gar ein verkehrspolitisches Desaster – das bald womöglich den Vergleich mit dem Berliner Flughafen nicht mehr scheuen muss.
          Peter Feldmann bei einem Besuch im Awo-Jugendhaus im Frankfurter Gallusviertel im Jahr 2014.

          Peter Feldmann und die Awo : Das Schweigen des Oberbürgermeisters

          Weil die Arbeiterwohlfahrt seine Ehefrau zu ungewöhnlich guten Konditionen beschäftigt haben soll, steht Peter Feldmann stark unter Druck. Die Awo rechtfertigt derweil die hohe Bezahlung der Frau des Frankfurter Oberbürgermeisters – und hat noch in einem anderen Fall Probleme.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.