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Meeresfauna : Von Lichterketten und anderen Leuchtgestalten

  • -Aktualisiert am

Prächtige Fotos aus den Tiefen des Meeres Bild: Russ Hopcroft

Seit sechs Jahren führen Meeresbiologen mit dem „Census of Marine Life“ eine Volkszählung der Weltmeere durch. Dabei kommen die erstaunlichsten neuen Arten zum Vorschein.

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          An wertvolle Schmuckstücke erinnern manche Meeresorganismen, wenn sie ins rechte Licht gerückt werden. Bei der „Volkszählung“ in den Weltmeeren, dem „Census of Marine Life“, stoßen die Forscher auf immer neue faszinierende und ästhetisch höchst ansprechende Lebewesen. An dem seit sechs Jahren laufenden Programm beteiligen sich mittlerweile 2000 Forscher aus 80 Ländern.

          Auch 2006 hat man wieder eine ganze Reihe spektakulärer Beobachtungen gemacht. Stolz verweisen die Meeresforscher auf etliche neue „Rekorde“. Zum Beispiel stellte sich bei der Erkundung einer Thermalquelle des äquatorialen Atlantiks mit einem Tauchroboter heraus, daß dort, 3000 Meter unter dem Meeresspiegel, das Wasser mit 407 Grad Celsius aus dem Boden strömt. Eine derart heiße Quelle kannte man zuvor noch nicht. In der Nähe der Osterinsel - ebenfalls an einer heißen Quelle - stießen die Forscher auf eine ungewöhnliche, pelzig erscheinende Krabbe, die eine neue Gattung („Kiwa“) und Familie („Kiwaidae“) repräsentiert.

          „Riesige“ Einzeller

          Neu ist auch die vor Madagaskar entdeckte Langustenart Palinurus barbarae. Den Forschern ging ein stattliches, vier Kilogramm schweres und einen halben Meter langes Exemplar ins Netz. Ebenfalls als riesig dürfen die Einzeller gelten, die man vor Portugal in 4300 Meter Tiefe entdeckt hat. Die Organismen, eine noch zu benennende Art der Xenophyophoren, sind von einer rund einen Zentimeter großen, plattenartigen Schale aus Mineralteilchen umgeben. Man darf also gespannt sein, was die Forscher bis zum Ende des „Census“ im Jahr 2010 noch alles zutage fördern werden.

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