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Evolution : Käfer und Pflanzen im Gleichschritt

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In der Evolution gemeinsam unterwegs Bild: AP

Pflanzenfressende Käfer und die Pflanzen, die sie fressen, gleichen sich seit Urzeiten den gegenseitigen Abwehrmechanismen und Freßgewohnheiten an und entwickeln sich so gemeinsam.

          Pflanzenfressende Käfer und die Pflanzen, die sie fressen, interagieren seit Urzeiten in ihrer Entwicklung. Sie gleichen sich den gegenseitigen Abwehrmechanismen und Freßgewohnheiten an und passen sich so immer mehr einander an.

          Erstmals konnte eine solche Ko-Evolution für Insekten und Pflanzen jetzt nachgewiesen werden. Judith Becerra von der University of Arizona veröffentlichte in den Proceedings der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften ihre Ergebnisse zu der gemeinsamen Entwicklung von Bursera-Pflanzen und Blepharida-Käfern.

          Angriff und Verteidigung

          Bursera ist eine blühende Pflanze, die die Blepharida-Käfer fressen. In den vergangenen 112 Millionen Jahren haben die beiden Spezies etliche Spielarten an Verteidigungs- und Angriffsmechanismen entwickelt. Manche Bursera-Pflanzen sondern beispielsweise einen giftigen Saft ab, wenn Blätter beschädigt werden. Manche Blepharida-Käfer können diesen Effekt neutralisieren, indem sie die Blatt-Adern kappen, ehe sie sich ans Blatt heranmachen.

          Becerra entwickelte eine Zeitlinie für die Entwicklung solcher Mechanismen, und fand heraus, daß sie sich nahezu zeitgleich herausbildeten. Als also die Pflanze eine neue Verteidigungsstrategie einschlug, adaptierte der Käfer sofort. Und so wird es wohl auch weitergehen.

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