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Bonobos : Nur fernab der Menschen fühlen sie sich wohl

  • -Aktualisiert am

Bonobo-Baby Bild: ZB

Die bislang größte Studie zu den Verbreitungsgebieten der Bonobos hat erbracht, dass die Primaten gefährdeter sind als erwartet. Sie brauchen größeren Abstand zu Siedlungen.

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          Die bislang größte und detaillierteste Studie zu den Verbreitungsgebieten der Bonobos hat erbracht, dass nur noch 28 Prozent ihres Lebensraumes für die eng mit dem Menschen verwandten Primaten nutzbar ist. Von diesen nutzbaren Flächen liegt gerade mal ein gutes Viertel in Reservaten. Große Teile des Verbreitungsgebietes eignen sich für die Bonobos, die ausschließlich in den Tieflandwäldern der Demokratischen Republik Kongo leben, nicht mehr, weil die Areale zu nah an landwirtschaftlich genutzten Flächen und Straßen liegen oder weil Waldgebiete abgeholzt werden. Je näher menschliche Siedlungen seien, desto größer sei zudem die Gefahr, dass Bonobos Opfer von Wilderern werden, so das internationale Forscherteam, zu dem Hjalmar Kühl vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig gehört.

          Die Wissenschaftler identifizierten im Fachmagazin „Biodiversity and Conversation“ (Bd.22, S.3085) fast 2400 Areale, auf denen seit dem Jahr 2003 mindestens ein Bonobonest gefunden worden war. Die Ergebnisse rechneten sie auf die Flächen im Verbreitungsgebiet hoch, über die es keine Informationen gibt, und fanden so heraus, welche Gebiete von den Primaten gemieden werden. Der wichtigste Faktor, der dafür sorgte, dass Bonobos in einem Gebiet lebten, war eine große Entfernung zu landwirtschaftlich genutzten Arealen.

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