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Ausgestorben und wiederbelebt : Jurassic Park, Teil fünf

  • -Aktualisiert am

Dieses fast vollständig erhaltene Mammutbaby wurde im Mai 2007 in Nordrussland gefunden. Bild: Picture-Alliance

Wer würde nicht gerne auf einem Mammut reiten oder Dinosaurier streicheln? Forscher wollen diese und andere ausgestorbenen Spezies wiederauferstehen lassen.

          In seinem fiktionalen Thriller „Jurassic Park“ ließ der Autor Michael Crichton ausgestorbene Arten wiederauferstehen. Furchterregende Dinosaurier fletschten ihre Zähne und machten Jagd auf Menschen - ein Kassenschlager, als Steven Spielberg die Buchvorlage 1993 in die Kinos brachte. Dass es tatsächlich gelingen könnte, verlorene Arten zurückzuholen, schien damals unvorstellbar. Doch zehn Jahre später geschah genau das.

          Kurzfristig wiederbelebt: der Pyrenäensteinbock

          Der letzte Pyrenäensteinbock, ein Weibchen namens Celia, wurde im Jahr 2000 von einem umstürzenden Baum erschlagen. Doch Biologen hatten vorsorglich Gewebeproben gesammelt und eingefroren, so dass sie daraus nun Zellkerne mit dem Erbgut gewinnen und diese in die entkernten Eizellen von Hausziegen einsetzen konnten. Auf ähnliche Weise war nur wenige Jahre zuvor das Klonschaf Dolly gezeugt worden. Nun entwickelten sich Embryonen, die man Zicken einpflanzte, um sie austragen zu lassen. Nach 57 Versuchen wurden sieben Weibchen trächtig, eines davon brachte 2003 schließlich ein Kitz zur Welt. Die Freude über die Wiedergeburt des Pyrenäensteinbocks währte jedoch nicht lange, denn nach wenigen Minuten starb die Spezies zum zweiten Mal aus: Das Kitz litt an einer Missbildung der Lunge und erstickte.

          Exemplarisches Scheitern?

          Der Fehlschlag scheint die grundsätzlichen Zweifel an dieser Methode zu bestätigen. Die Proben waren schließlich nur für kurze Zeit und sorgfältig gelagert worden, die DNA war entsprechend wenig beschädigt, und Ziegen schienen für eine solche Leihmutterschaft durchaus geeignet. Wenn schon dieser Versuch scheiterte, müssten wohl sämtliche Pläne, Dinosaurier oder auch Mammuts zurückzuholen, erst recht misslingen.

          Doch der amerikanische Paläontologe Jack Horner glaubt weiterhin an die Wiederauferstehung der Dinosaurier. Seiner Meinung nach braucht man nicht einmal Original-DNA, um die Riesenechsen nachzuzüchten. Die Dinosaurier selbst mögen zwar ausgestorben sein, aber ihre wichtigsten Merkmale haben im Erbgut ihrer Nachfahren überlebt. Also zum Beispiel in Hühnervögeln.

          Dinos aus dem Hühnerstall

          Hühner haben zwar äußerlich nur noch wenig mit ihren Urahnen gemein. Dennoch schlummern in ihnen die Informationen zum Dinosauriergebiss, zum Schwanz und zur Schnauze. Versuche verschiedener Forschergruppen deuten darauf hin, dass man diese Merkmale vielleicht wecken könnte.

          Der Evolutionsbiologe Matthew Harris hatte 2006 am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen Hühnerembryonen untersucht und war dabei auf säbelartige Gebissanlagen gestoßen, obwohl Haushühner eigentlich zahnlos sind. Eine Mutation im sogenannten talpid-Gen hatte diese ungewöhnliche Entwicklung hervorgerufen. Der Paläontologe Bhart-Anjan Bhullar ging im vergangenen Jahr an der Yale University noch einen Schritt weiter und veränderte die molekularen Prozesse, die im Hühnerembryo zur Bildung des Schnabels führen. Daraufhin entwickelte sich tatsächlich eine Art Dino-Schnauze, und auf der Internetseite der Universität heißt es, die manipulierten Embryonen würden kleinen Dinosauriern ähneln.

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