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Artenvielfalt : Neue Fledermausart in Deutschland

  • Aktualisiert am

Die daumengroße Nymphenfledermaus Bild: Ivo Niermann

Deutschland ist um eine Fledermausart reicher als gedacht. Es handelt sich um die höchstens fünf Gramm schwere und daumengroße Nymphenfledermaus (Myotis alcathoe), eine Art, die der Wissenschaft ohnehin erst seit 2001 bekannt ist.

          Deutschland ist um eine Fledermausart reicher als gedacht. Es handelt sich um die höchstens fünf Gramm schwere und daumengroße Nymphenfledermaus (Myotis alcathoe), eine Art, die der Wissenschaft ohnehin erst seit 2001 bekannt ist.

          Forscher um Otto von Helversen von der Universität Erlangen-Nürnberg haben die Spezies damals in Griechenland entdeckt und nach der Nymphe Alcathoe benannt. Diese wurde der Sage nach von Dionysos in eine Fledermaus verwandelt. Später hat man die Art, die der Kleinen Bartfledermaus ähnelt, auch in Ungarn, Frankreich, der Schweiz und der Slowakei gefunden.

          Gentest bringt Sicherheit

          Ende Juni vergangenen Jahres ist den Freiburger Fledermausspezialisten Robert Brinkmann und Ivo Niermann in der Rheinaue zwischen Offenburg und Kehl ebenfalls ein Exemplar ins Netz gegangen. Die letzte Gewißheit, eine Nymphenfledermaus gefangen zu haben, hat nun ein Gentest erbracht. Bei dem Exemplar handelte es sich um ein laktierendes Weibchen. Demnach muß es auch Nachwuchs geben. Im Jahr zuvor hatten die Forscher ebenfalls schon ein milchgebendes Fledermausweibchen der vermutlich gleichen Art gefangen. Wie groß die Population ist, läßt sich aber nicht sagen.

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