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Nasa-Astronauten : Sternhagelvoll ins All

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die Nasa veröffentlicht heute eine Untersuchung über Verhalten und Gesundheit ihrer Astronauten. Ein Fachblatt machte vorab ernüchternde Details daraus bekannt: Mehrfach sollen Raumfahrer alkoholisiert ins All gestartet sein.

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          Die amerikanische Raumfahrtagentur Nasa hat offenbar Astronauten betrunken ins All fliegen lassen. Die Astronauten hätten derart viel Alkohol im Blut gehabt, dass Kollegen und Ärzte sie als Risiko für die Sicherheit des Fluges eingestuft hätten, berichtete das Fachblatt „Aviation Week & Space Technology“. Derartige Vorkommnisse habe es laut einem internen Untersuchungsbericht der Nasa mindestens zweimal gegeben. Doch damit nicht genug an schlechten Nachrichten für die Raumfahrtagentur: Ein wichtiger Computer für die nächste Weltraummission ist durch Sabotage schwer beschädigt worden.

          Die betrunkenen Astronauten hätten große Mengen Alkohol zu sich genommen, berichtete „Aviation Week“. Sie hätten dabei auch in den zwölf Stunden vor dem Start getrunken, in denen dies strengstens verboten sei. Um welche Astronauten oder welche Mission es sich handelte, schrieb das Fachblatt nicht. „Wenn die Informationen sich als wahr herausstellen, dann hat die Nasa etwas zu erklären“, sagte Bart Gordon, Präsident der für Weltraumforschung zuständigen Kommission des amerikanischen Repräsentantenhauses. Ein Nasa-Sprecher erklärte zu dem Bericht: „Wir nehmen das sehr ernst und werden es uns genau angucken. Aber wir müssen erst die Fakten kennen, bevor wie entscheiden, was die angemessene Reaktion ist.“

          Ziel eines Sabotageaktes

          Die Raumfahrtagentur musste zudem zugeben, dass ein wichtiger Computer für die Weltraumfähre „Endeavour“ Ziel eines Sabotageaktes wurde. „Einer unserer Subunternehmer hat festgestellt, dass sich offenbar jemand an einer Netzwerk-Box für das Raumschiff zu schaffen gemacht hat“, sagte eine Nasa-Sprecherin. „Die Hardware ist absichtlich beschädigt worden.“ Der Schaden wurde den Angaben zufolge vor einigen Tagen entdeckt. Eine Untersuchung sei bereits im Gange. Nun werde versucht, den Computer bis zum Start der „Endeavour“ wieder zu reparieren. Der Vorfall soll sich bei dem Subunternehmen ereignet haben.

          Ernüchternder Start ins All: Raumfähre Atlantis

          Die „Endeavour“ soll am 7. August zur Internationalen Raumstation ISS starten. Das Raumschiff mit sieben Astronauten an Bord transportiert neue Bauteile für die ISS ins Weltall und soll den Aufbau der Raumstation vorantreiben. Neben dem Start der „Endeavour“ steht für die Nasa auch noch eine andere heikle Angelegenheit an: Im September soll der Prozess gegen die inzwischen entlassene Ex-Astronautin Lisa Nowak beginnen. Die 43-Jährige soll versucht haben, eine Kollegin und Nebenbuhlerin zu entführen.

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