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Riskante Wachmacher : Wie gefährlich Energydrinks wirklich sind

  • -Aktualisiert am

So sieht ein bekannter Energydrink aus, wenn man ihn mal nicht aus der Dose trinkt. Schon pur ist der Stoff nicht ohne. Bild: Carlos Bafile

Herzrhythmusstörungen, Angstattacken – sogar Todesfälle: Energydrinks stehen im Ruf, der Gesundheit zu schaden. Doch wie gefährlich sind sie für gesunde Menschen? Und was bewirkt die Kombination mit Alkohol?

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          Wer für den Tod ihrer Tochter büßen soll, steht für Wendy Crossland außer Frage: Mit dem schwarz umrahmten Bild der 14-Jährigen aus Maryland in den Armen steht sie vor der Kamera und erklärt, dass sie den Hersteller von Monster Energy vor Gericht bringen will. Zwei Dosen des Energydrinks habe Anais getrunken, innerhalb von 24 Stunden. „Wenig später ist ihr Herz stehengeblieben“, erzählt sie. 480 Milligramm Koffein hatte die 14-Jährige insgesamt in sich hineingeschüttet, das entspricht ungefähr der Dosis, die sich in sechs Tassen Kaffee findet. Zu viel für ihr aufgrund einer Erbkrankheit hypersensibles Herz, lautete die Diagnose der Mediziner.

          Insgesamt 16 Todesfälle sind in den Vereinigten Staaten zwischen 2004 und 2012 im Zusammenhang mit Energydrinks aufgetreten. Inzwischen sind mindestens 17 weitere dazugekommen. Dass die Getränke tatsächlich die Ursache der Todesfälle waren, sei nicht erwiesen, betont die FDA, die Food and Drug Administration. Aber sie sind doch so besorgniserregend, dass die Behörden den Getränken inzwischen mehr Aufmerksamkeit schenken. In Deutschland hat nun das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) versucht, die Gefahren abzuschätzen. In einer Stellungnahme hat es Anfang der Woche alle besorgniserregenden Einzelfälle zusammengetragen, die in den Fachzeitschriften aufgetaucht sind. Darunter finden sich die Krankheitsgeschichten von jungen Menschen, die nach Konsum hoher Dosen epileptische Anfälle, lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen oder Angstattacken erlitten. Berichtet wird auch von einem 28-Jährigen, der, aufgeputscht durch acht Dosen, beim Crossrennen mit einem Herzinfarkt vom Motorrad kippte. Ein Zusammenhang zum Getränk ist auch hier nicht eindeutig erwiesen, aber aufgrund der wissenschaftlichen Studien zum Thema findet es die Behörde trotzdem an der Zeit, eine Warnung auszusprechen. „Es ist vor allem das Verhalten der Jugendlichen, das uns Sorgen macht“, sagt Anke Ehlers, die beim BfR für die Bewertung mit zuständig war. Immerhin jeder Zehnte in diesem Alter neigt dazu, bei bestimmten Gelegenheiten gleich einen Liter oder mehr von dem Getränk in sich hineinzuschütten. Vor allem in Diskos, auf Partys und bei Computerspielen versuchen sich Menschen mit extremen Dosen wach und die Stimmung hoch zu halten.

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