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Hilfe nach Infarkt : Wie das Immunsystem unser Herz schützen kann

  • -Aktualisiert am

Maßgeschneiderte T-Immunzellen in Zellkulturflaschen. Bild: dpa

Ein Infarkt hinterlässt Narben. Für Patienten nicht ungefährlich. Jetzt hat man herausgefunden, dass Immunzellen helfen, den Schaden zu minimieren. Nicht zufällig erinnert das an moderne Krebstherapien.

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          Die Krebsmedizin profitiert derzeit sehr stark von den neuen Immuntherapien, bei denen die Tumorzellen vom körpereigenen Abwehrsystem vernichtet werden. Dieser Erfolg hat zu der Idee geführt, auch Herzkrankheiten mit einer Immuntherapie zu behandeln. Die Zellen, die dabei dezimiert werden sollen, sind sogenannte Herz-Fibroblasten, die im Herzen nur in einer gewissen Menge erwünscht sind. Fibroblasten produzieren Bindegewebe und sorgen einerseits dafür, dass der Herzmuskel über eine gewisse Stabilität verfügt und dass Schäden durch Narbenbildung repariert werden. Anderseits schießen Fibroblasten auch gerne über das Ziel hinaus und produzieren mehr Narbengewebe als nötig.

          Diese ungute Ansammlung von Narbengewebe im Herzen wird dann als Herz- oder Myokardfibrose bezeichnet. Das Herz wird dadurch steifer, es büßt einen Teil seiner Elastizität ein und pumpt schlechter, was zu einer zunehmenden Herzinsuffizienz führt. Jonathan Epstein von der Perelman School of Medicine an der Universität Pennsylvania und seine Kollegen haben im Tierversuch ausgelotet, ob sich Herzfibrose mit einer Immuntherapie behandeln lässt. Maß genommen haben sie an der CAR-T-Zelltherapie. Bei dieser Form der Krebsbehandlung werden die Immunzellen des Patienten mit einem zusätzlichen Eiweiß ausgestattet, das sie direkt zu den Tumorzellen führt und das ihnen dann ermöglicht, die Krebszellen zu töten.

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