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Eine Frage des Datenschutzes : Whatsapp in der Klinik

  • -Aktualisiert am

Bei der Patientenversorgung sind Messenger-Programme nützliche Assistenten. Bild: dpa

Whatsapp und andere Smartphone-Apps sind in Krankenhäusern nützliche Assistenten. Ärzte können Befunde und Diagnose schnell untereinander austauschen. Doch wie steht es um den Datenschutz?

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          Messenger-Apps haben längst auch Einzug in die Patientenversorgung gehalten. Wie das Deutsche Datenschutzinstitut DDI in einer Umfrage ermittelt hat, kommunizieren 98 Prozent der daran beteiligten 353 Klinikärzte über Whatsapp, Facebook-Messenger und, deutlich seltener, über andere Chat-Applikationen. Mehr als die Hälfte nutzt diese Anwendung unter anderem, um Patientendaten wie Laborbefunde oder auch Röntgenbilder an Kollegen zu senden.

          Auf Datenschutzvorkehrungen angesprochen, antworteten 84 Prozent der betreffenden Ärzte, die Identität der Patienten in den Posts zu verbergen. Diese Maßnahme schien jedoch längst nicht alle wirklich zu beruhigen. Jedenfalls äußerten zwei Drittel der Befragten Bedenken, was die Sicherheit der populären Messenger-Apps angeht. In der Tat: Spätestens seit dem Skandal um die britische Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica, die mit dem Ziel der Wahlbeeinflussung rund 85 Millionen Facebook-User ausspioniert hat, dürfte selbst den gutgläubigsten Internetnutzern bewusst geworden sein, dass der Begriff Privatsphäre in den gängigen sozialen Medien kleingeschrieben wird.

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