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Olympia in Zeiten der Pandemie : Werden die Olympischen Spiele zu einem japanischen Ischgl?

  • -Aktualisiert am

Demonstranten protestieren gegen die Austragung der Olympischen Sommerspiele in Tokio. Bild: dpa

Die Corona-Schutzmaßnahmen werden von den Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio bislang nur mangelhaft umgesetzt. Vier Gesundheitsforscher sehen dringenden Handlungsbedarf und fordern Nachbesserungen.

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          In 37 Tagen beginnen die Olympischen Spiele in Japan. Dann werden rund 11.000 Athleten und 4000 Betreuer aus mehr als 200 Ländern anreisen und von 70.000 freiwilligen Helfern unterstützt werden. Einen Monat später werden die Paralympischen Spiele mit rund 5000 Athleten und entsprechend vielen Betreuern und Helfern starten. Danach werden alle Teilnehmer wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Klingt das nicht nach dem perfekten Szenario für ein Superspreader-Ereignis, womöglich nach einem japanischen Ischgl?

          Das Ende April in den sogenannten „Playbooks“ veröffentlichte Hygienekonzept zum Schutz aller Beteiligten und der japanischen Bevölkerung kann die Sorge vor einem solchen Ereignis nicht zerstreuen. „Wir glauben, dass die Entschlossenheit des Internationalen Olympischen Komitees, mit den Spielen fortzufahren, nicht auf den besten wissenschaftlichen Erkenntnissen be­ruht“, schreiben Annie Sparrow von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York und ihre drei Kollegen im New England Journal of Medi­cine und sparen nicht mit Kritik. Sie sehen Handlungsbedarf beim Hygienekonzept, bei Haftungsfragen und beim Bevölkerungsschutz und fordern die Einsetzung eines Notfallkomitees, das bei einem größeren Ausbruch die Zügel mit in die Hand nimmt.

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