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Wechseljahre : Taugen Hormone als Stimmungsaufheller?

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Bei depressiven Verstimmungen während der Wechseljahre können Hormontherapien für Stimmungsaufhellung sorgen. Bild: dpa

Hormonbehandlungen zur Linderung von Beschwerden in den Wechseljahren erleben eine Renaissance. Nun zeichnet sich ein weiterer Grund für den Einsatz von Hormonen ab.

          Erst wurden sie nach einschlägigen Studien verteufelt, jetzt sind Hormone in den Wechseljahren plötzlich bei vielen Medizinern wieder Mainstream und gelten sogar als Alleskönner. Sie lindern bei vielen Frauen Hitzewallungen und eine trockene Scheide und sollen auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose oder Alzheimer senken. Nun zeigt sich, dass sie offenbar auch bei vielen Frauen für die Behandlung von Depressionen taugen, wie eine Studie in der Zeitschrift „Jama Psychiatry“ zeigt.

          172 Frauen im Alter von durchschnittlich 51 Jahren hatten sich entweder einer Hormontherapie unterzogen oder wurden mit Placebos behandelt. Jede dritte Placebo-Frau litt nach einem Jahr unter Depressionen, von den mit Östrogen- und Progesteronpräparaten behandelten Frauen nur knapp jede sechste. Je öfter Frauen in der Zeit Stress gehabt hatten, desto mehr profitierten sie von den Hormonen. Experten sind sich aber noch uneins, ob die Depressionen selbst durch die Wechseljahre verursacht werden. „Zur Vorbeugung würde ich Hormone deshalb auch nicht empfehlen“, sagt Kai Bühling, Gynäkologe an der Uniklinik Eppendorf in Hamburg. „Aber wenn eine Frau unter depressiven Verstimmungen leidet, wäre es einen Versuch wert.“

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