https://www.faz.net/-gwz-7zwsi

Wechseljahre : Hitzewallungen dauern mehr als sieben Jahre

  • -Aktualisiert am

Die Symptome während der Wechseljahre werden als unterschiedlich belastend empfunden. Bild: ZB

Hitzewallungen während der Wechseljahre erstrecken sich offenbar bei vielen Frauen auf einen längeren Zeitraum als gedacht. Das stellt bisherige Therapiekonzepte in Frage.

          Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche, die als typische Symptome der Wechseljahre gelten, dauern offenbar bei vielen Frauen sieben Jahre und mehr an. Das ist das Ergebnis einer großen Studie unter afrikanischen und amerikanischen Frauen, die im Fachmagazin „Jama Internal Medicine“ erschienen ist (doi:10.1001/jamainternmed.2014.8063).

          Die Autoren um Nancy E. Avis von der Wake Forest School of Medicine in North Carolina berücksichtigten die Daten von mehr als 1400 Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden. Im Schnitt etwa siebeneinhalb Jahre litten die Probandinnen unter den Beschwerden, die mit der Weitung von Blutgefäßen zusammenhängen.

          Weitung der Blutgefäße

          Am längsten dauerte die Phase bei Frauen an, die bereits kurz vor oder bei Beginn der Wechseljahre erste Symptome gezeigt hatten. Traten die Symptome erst nach Eintritt der Menopause auf, waren sie meist auch am schnellsten wieder vorbei; die Dauer betrug dann im Mittel nur knapp dreieinhalb Jahre. Mit Menopause bezeichnet man den Zeitpunkt der letzten Menstruation, die gewöhnlich zwischen dem Alter von 45 und 55 Jahren auftritt. Die Menopause beendet die Fruchtbarkeit der Frau.

          Die Forscher um Avis fanden auch heraus, dass es zusätzliche Faktoren gab, die die Dauer der Beschwerden heraufsetzen konnten: ein jüngeres Alter, Stress, depressive Symptome und Symptome einer Angststörung. Die Autoren plädieren in ihrer Studie dafür, aufgrund der langen Dauer bessere Langzeittherapien zu entwickeln - statt wie bisher üblich auf hormontherapeutische Kurzzeitinterventionen zu setzen.

          Weitere Themen

          Das Schöne, Wahre und Schmutzige Video-Seite öffnen

          Physikästhetik : Das Schöne, Wahre und Schmutzige

          Seit 400 Jahren lassen Physiker sich bei der Suche nach brauchbaren Theorien über die Natur von ästhetischen Erwägungen leiten. Heute wird bezweifelt, ob das grundsätzlich eine gute Idee ist. Zu Unrecht.

          Topmeldungen

          Der russische Präsident Wladimir Putin und Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, geben sich während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Moskau die Hand.

          Nach Ibiza-Video : Orbán und Putin wenden sich von Strache ab

          In seinem Ibiza-Video hat Heinz-Christian Strache den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán als sein Vorbild bezeichnet. Doch der hat sich nun von Österreichs ehemaligem Vizekanzler distanziert. Auch Putin wendet sich von Strache ab.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.