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Tiefkühlkost : Gemüse unter Schock

  • -Aktualisiert am

Die Nachfrage nach Tiefkühlkost steigt. Doch ist sie gesund und wie steht es um die Ökobilanz? Bild: obs

Tiefkühlkost hat ein Imageproblem, allenfalls als Notlösung für stressige Tage gilt sie als akzeptabel. Dabei wissen Experten: Aus Sicht einer gesunden Ernährung bietet Frostkost sogar Vorteile.

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          Mit der Präsidialproklamation Nummer 5157 sollte einer zentralen kulturellen Errungenschaft die angemessene Anerkennung zuteilwerden: „Hiermit erkläre ich, Ronald Reagan, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, den 6. März 1984 zum Tag der Tiefkühlkost, und ich rufe das amerikanische Volk auf, diesen Tag mit angemessenen Zeremonien und Aktivitäten zu achten.“ Wie genau dem Gefrorenen zu huldigen sei, ließ Reagan offen – er selbst blieb kulinarisch vor allem für seine Liebe zu Jelly Beans in Erinnerung.

          Seither also verleiht der präsidentielle Segen dem Nationalen Tag der Tiefkühlkost deutlich mehr Gewicht, als es etwa der Tag der ungewöhnlichen Vornamen genießt, der Tag des Zahnarztes und der Tag des weißen Schoko-Käsekuchens, welche jenseits des Atlantiks ebenfalls am 6. März begangen werden. Das Datum ist keineswegs zufällig: Es war der 6. März 1930, als in der Lokalzeitung von Springfield, Massachusetts eine ganzseitige Anzeige erschien: „Zum ersten Mal überhaupt! In Springfield wird heute die revolutionärste Idee in der Geschichte der Lebensmittel offenbart.“ Gemeint waren schockgefrostete Nahrungsmittel, deren direkter Verkauf aus im Laden stehenden Tiefkühltruhen erstmals an den Bewohnern dieses Städtchens getestet wurde.

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