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Studie provoziert Ärzte : Erhöht eine Hormonbehandlung das Brustkrebsrisiko?

  • -Aktualisiert am

Krebsfrüherkennung auf dem Leuchttisch des Radiologen. Bild: Andia / VISUM

Ein Scheingefecht, das auf dem Rücken der Frauen in den Wechseljahren ausgetragen wird: Der Streit, ob Hormonersatz-Behandlungen nachweislich das Brustkrebsrisiko erhöhen. Eine neue Studie entfacht ihn wieder.

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          Die Diskussion über die Einnahme von Hormonen in den Wechseljahren ist durch eine aktuelle Studie neu hochgekocht. Im Internet ist von „Hormon-Propaganda“ die Rede, dass „Fakten geleugnet“ und „eigene Interessen vertreten“ würden statt die der Frauen. Adressat dieser Vorwürfe ist der Berufsverband der Frauenärzte BVF. „Eigentlich wollten wir gar nicht mehr reagieren, denn solche Vorwürfe kommen immer wieder“, sagt BVF-Präsident Christian Albring. Reagieren muss er dennoch.

          Die Frage lautet: Wie hoch ist das Brustkrebsrisiko durch die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren? Alle paar Jahre kommt eine neue Studie heraus, die die bisherigen Erkenntnisse auf den Kopf zu stellen scheint und mal der einen Seite, mal der anderen Argumente liefert. Gegenseitig wirft man sich vor, das Risiko herunterzuspielen oder von Interessenkonflikten geleitet zu werden. Auslöser war diesmal eine Metaanalyse in der Fachzeitschrift „The Lancet“ aus 58 Studien mit Daten zu mehr als 100 000 Frauen. Die Studie ist damit eine der größten und aussagekräftigsten zu dem Thema. Das Fazit ist nicht überraschend: Eine Hormontherapie – außer in Form von Vaginalcremes – erhöht das Risiko für Brustkrebs. Und zwar umso mehr, je länger die Frauen die Hormone nahmen.

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