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Schwangerschaft : Wenn das Baby nicht kommt

  • -Aktualisiert am

Der Bauch wird stetig runder: Auch im zehnten Schwangerschaftsmonat nimmt das Kind noch rund 100 Gramm pro Woche zu. Bild: Getty

Eine zu lange Schwangerschaft kann für das Kind gefährlich werden. Doch wie lange ist zu lange? Die Datenlage ist dürftig. Eine Studie, die sie verbessern wollte, musste nun abgebrochen werden.

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          Magenschmerzen vom Rizinusöl, unbequemer Sex, die Treppe rauf und runter gequält und trotzdem nicht der Anflug einer Wehe: Bei einigen Schwangeren nützen alle Hausmittel nichts, das Kind scheint den Mutterleib auch nach neun Monaten nicht verlassen zu wollen. Die Zeit nach dem errechneten Geburtstermin kann für die werdende Mutter eine Qual sein – und für das Kind gefährlich.

          Jeder weiß, eine Frühgeburt ist problematisch: Die Lunge des Kindes ist nicht ausreichend entwickelt, es bekommt Hirnblutungen und leidet unter Darmproblemen. Doch dauert die Schwangerschaft zu lange, ist das auch nicht gut. Irgendwann schwächelt die Plazenta. Einige Kinder werden daher zum Ende der Schwangerschaft nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Wie sich das auf ihr späteres Leben auswirkt, ist kaum erforscht. Im schlimmsten Fall verstirbt das Baby im Mutterleib – dieses Risiko steigt bereits einige Tage nach dem errechneten Geburtstermin stark an. Doch wann ist eine Schwangerschaft zu lange? Wann muss künstlich nachgeholfen werden? Darüber ist sich die internationale Fachwelt uneins, in Deutschland folgen die meisten Kliniken einem eigenen Prozedere. In Schweden sollte eine umfassende Studie endlich klare Antworten liefern – und musste aus ethischen Gründen abgebrochen werden.

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