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Neue Arzneimittel : Schmerzhafte Lektion für Rheumapatienten

  • -Aktualisiert am

Entzündete Gelenke schmerzen. Bild: obs

Maßgeschneiderte Therapien sind der Gral der Therapie. Jeder Patient wird anders behandelt. Beim Rheuma zeigt sich, wie mühsam der Weg sein kann.

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          Als im Jahr 1998 das erste gezielt wirkende Medikament gegen Rheuma auf den Markt kam, war das für viele Ärzte und Patienten ein Durchbruch in der Behandlung des schmerzhaften und schwer behandelbaren Entzündungsprozesses. Die Medikamente – sogenannte Biologika – führen rascher zur Linderung der Beschwerden, viele Patienten leben heute länger mit guter Lebensqualität und können wieder arbeiten – auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht ein wichtiger Faktor. Doch eine Universallösung war es nicht. Immer wieder gibt es Patienten, bei denen Biologika schlecht wirken. Jetzt haben Wissenschaftler vom Deutschen Rheumaforschungszentrum in Berlin eine mögliche, entscheidende Erklärung gefunden: Bei dicken Menschen wirken bestimmte Biologika nicht so gut. „Frühere Studien wiesen zwar schon auf diesen Faktor hin, aber mich hat überrascht, dass der Effekt so groß ist“, sagt Hanns-Martin Lorenz, Leiter der Rheumatologie am Universitätsklinikum Heidelberg.

          Die klassische Standardtherapie der rheumatoiden Arthritis ist zunächst das Mittel Methotrexat in Kombination mit Kortison. Lässt sich die Krankheit damit nicht zurückdrängen, setzen die Ärzte die Biologika ein. Das erste Präparat dieser Art – Infliximab – blockiert den Tumor-Nekrose-Faktor (TNF), der maßgeblich den Entzündungsprozess vorantreibt. Inzwischen sind vier weitere TNF-Hemmer auf dem Markt. Neuere Biologika interferieren mit den übermäßig stark reagierenden Abwehrzellen oder blockieren gezielt andere Entzündungsbotenstoffe, sogenannte Interleukine.

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