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Revolution in Labormedizin? : Wie eine Drainage auf der Haut

  • -Aktualisiert am

Mikroskopisch kleine Nadeln dringen schräg in die Haut ein und gehen dabei nicht über die mittlere Hautschicht – die Lederhaut oder Dermis – hinaus. Bild: dpa

Kündigt sich da eine Revolution der Labordiagnostik an? Mit feinsten Kanälen lässt sich von außen die reichhaltige Flüssigkeit zwischen den Zellen absaugen. Das könnte auch für die Krebsmedizin von Bedeutung sein

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          Blut, Urin und Speichel sind die Grundlage der Labormedizin, weil sich diese Körperflüssigkeiten problemlos für die Diagnostik nutzen lassen. Auf die größte Flüssigkeitsmenge im Körper haben die Labormediziner bislang allerdings kaum Zugriff, weil es keine geeigneten Methoden gibt, sie zu gewinnen. Die Rede ist von der sogenannten Zwischenzell- oder interstitiellen Flüssigkeit. Diese umspült die Zellen und versorgt sie laufend mit Nährstoffen. Sie macht rund 15 bis 25 Prozent des Körpergewichts aus, die durchschnittlich fünf bis sechs Liter Blut dagegen nur rund acht Prozent. Wer wissen will, wie diese Gewebsflüssigkeit aussieht, muss sich nur eine Brandblase oder eine andere Hautblase anschauen.

          Forschern um Pradnya Samant vom Georgia Institute of Technology in Atlanta ist es jetzt gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, diese Flüssigkeit einfach und schonend abzugreifen. Damit stehen die Chancen gut, dass sie in Zukunft stärker für die Diagnostik oder die routinemäßige Überwachung von Krankheiten wie Diabetes genutzt werden kann.

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