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Psychotherapie : Zu Risiken fragen Sie besser Ihren Therapeuten

  • -Aktualisiert am

Auf der Couch kann sich der Patient vieles von der Seele reden. Ob ihm am Ende wohler wird, ist nicht garantiert. Bild: TOMAS MUNITA/The New York Times/

Wer sich in psychologische Behandlung begibt, will mit seinen Problemen fertig werden. Aber nicht selten kommen neue hinzu. Das sollte man vorher wissen.

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          Am frühen Morgen des 6. August 1962 wird die Polizei von Los Angeles in den Helena Drive im Stadtteil Brentwood gerufen. Anwesend sind die Haushälterin Eunice Murray, der Psychiater Ralph Greenson und der Arzt Hyman Engelberg, der die Besitzerin Stunden zuvor für tot erklärt hat. Es handelt sich um Marilyn Monroe, den berühmtesten Filmstar, den Hollywood je hervorgebracht hat. Die Obduktion ergibt, dass sie zum Zeitpunkt ihres Ablebens eine Konzentration von acht Milligramm Chloralhydrat und 4,5 Milligramm Pentobarbital im Blut intus hatte, beides starke Beruhigungsmittel. Die Dosierungen liegen mehrfach über der tödlichen Grenze.

          Der zuständige Untersuchungsbeamte kommt zu dem Schluss, dass es sich wahrscheinlich um Suizid gehandelt habe. Später kursieren Gerüchte, Präsident John Kennedy habe sie ermorden lassen, um seine Affäre mit der Monroe zu verschleiern. Beziehungsweise sein Bruder Robert. Oder die Mafia. Oder der russische Geheimdienst. Manches spricht aber auch dafür, dass es am Ende ihr Psychiater war, der sie auf dem Gewissen hatte.

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