https://www.faz.net/-gwz-9t8ob

Psychologie des Entscheidens : Warum wir das wollen, wofür wir uns entschieden haben

  • -Aktualisiert am

Schwierige Entscheidungsprozesse beruhen nicht immer auf rationalen Überlegungen. Bild: © Imagezoo/Images.com/Corbis

Allgemein nehmen wir an, dass wir das wählen, was am meisten unseren Präferenzen entspricht. Warum oft das Gegenteil der Fall ist, erklärt die Neurowissenschaftlerin Katharina Voigt im Interview.

          4 Min.

          Frau Voigt, Sie arbeiten an der Monash University in Melbourne als kognitive Neurowissenschaftlerin und forschen zu Entscheidungsprozessen. Was war der letzte schwierige Entschluss, den Sie gefasst haben?

          Das ist schon eine Weile her. Als ich mir einen Studienort aussuchen musste, gab es zwei Möglichkeiten – Berlin oder Köln. Ich bin schweren Herzens nach Berlin gegangen, habe das aber nie bereut. Mein Empfinden passt hier zu unseren Forschungsergebnissen: Nachdem wir eine schwere Entscheidung zwischen zwei gleichwertigen Optionen getroffen haben, werden wir unsere Wahl rückblickend als richtig beurteilen, während uns zur verschmähten Alternative immer mehr Nachteile einfallen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. + F.A.S. – Adventsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Türgriffe am Landgericht Bonn, wo schon über die Cum-Ex-Affäre verhandelt wird.

          Steuerskandal : Cum-Ex-Banker gehören nicht in Haft

          Im Steuerrecht zählt der gesunde Menschenverstand nicht viel. Die Cum-Ex-Banker konnten nicht wissen, dass ihr Verhalten verboten war. Der Staat darf sie nicht bestrafen.
          Abschied vom Kollegen: Feuerwehrleute am Samstag vor Beginn der Trauerfeier in der Pfarrkirche St. Ägidius in Neusäß

          Gewalttat in Augsburg : Mal wieder junge Männer

          Nach dem Tod eines Feuerwehrmannes auf dem Königsplatz in Augsburg stellen sich viele Fragen: Sind junge Migranten heute gewaltbereiter als früher? Und woran starb das Opfer?