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Die Behandlung von Kindern im Krankenhaus ist sehr personal- und zeitintensiv. Bild: picture alliance / imageBROKER

Pflegenotstand : „Ärzte müssen stundenlang telefonieren, um die Kinder unterzubringen“

  • -Aktualisiert am

In manchen Kinderkliniken kann nur die Hälfte der Betten belegt werden – weil kein Personal da ist. Pädiater sehen nur einen Ausweg aus der Notlage.

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          Die Erkältungssaison hat begonnen, onkologische und neurologische Patienten müssen versorgt werden – aber viele Pflegerinnen und Pfleger sind krank, arbeiten in Teilzeit oder sind sogar aus dem Beruf ausgeschieden. Deshalb ist die Situation auch auf den Intensivstationen für Kinder derzeit sehr angespannt. Professor Ursula Felderhoff-Müser, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, über die Situation an deutschen Kinderkliniken.

          Gibt es eine akute Überlastung im Kinder-intensivmedizinischen Bereich?

          Wenn wir mit Kollegen sprechen, gibt es kaum eine Kinderintensivstation, die nicht regelmäßig Betten sperren muss aufgrund von Personalmangel. Und wir haben tatsächlich das Problem, dass Ärzte, die eigentlich am Krankenbett gebraucht werden, stundenlang mit den Intensivstationen der gesamten Umgebung telefonieren, um die Kinder anderweitig unterzubringen. Wir müssen Kinder auch in Kliniken verlegen, die bis zu 200 Kilometer entfernt sind. Das ist für die Familien natürlich ganz schwierig, wenn das Kind intensivpflichtig und dann auch noch so weit weg von zuhause ist.

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