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Organstransplantation : Ein leichteres Leben für Transplantierte

  • -Aktualisiert am

Eine Spezialbox für den Transport von Spenderorganen vor dem Bild eines Chirurgen (Symbolfoto) Bild: dpa

Spenderorgane sind weiterhin rar und ihre Empfänger müssen eine Abstoßung fürchten. Forscher und Ärzte wollen dies auf neue, innovative Art und Weise verhindern.

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          Es passierte im September 2018. Als sich Transplantationsmediziner aus aller Welt gerade für drei Tage im süditalienischen Matera getroffen hatten, zu einer jener internationalen Konferenzen, zu denen Mediziner anreisen, um neue Erkenntnisse und verbesserte Verfahren vorzustellen und die nächsten Herausforderungen zu diskutieren. Mit von der Partie: der amerikanische Chirurg Robert Montgomery. Für ihn wurde es eine denkwürdige Konferenz.

          Am letzten Abend, die meisten Teilnehmer waren längst abgereist, saß Montgomery auf dem Bett in seinem Hotelzimmer, als sein Herz aufhörte zu schlagen. Für sechzig Sekunden, bis ein kleiner Computer in seiner Hüfte einen Impuls an das Herz sendete und ihn zurück ins Leben holte. Nicht zum ersten Mal. Robert Montgomery leidet an einer Erbkrankheit, die Betroffene oft schon in jungen Jahren am plötzlichen Herztod sterben lässt. Sein Vater wurde nur 52 und einer seiner drei älteren Brüder gerade mal 35. Ihm haben Ärzte deshalb 1989 einen Defibrillator eingesetzt, der ihn seither vor dem Tod bewahren sollte. Doch der Abend in Italien war anders. Gleich viermal innerhalb von drei Stunden versagte sein Herz. Montgomery, damals 58 Jahre alt, wusste, dass ihm das Gerät nicht mehr lange helfen würde: Er brauchte ein neues Herz.

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