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Nebenwirkungen : Die Schattenseiten der Osteoporose-Mittel

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Knochenbruch: Stürze zu verhüten, ist das Mittel, das Osteoporosepatienten am meisten hilft. Bild: dpa

Knochenbrüche und Muskelschmerzen: Kieler Forscher kommen den Gründen auf die Spur, warum Osteoporose-Medikamente so viele Nebenwirkungen haben.

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          Zu den Nebenwirkungen von Biphosphonaten, gängigen Medikamenten gegen Osteoporose, zählen Muskel- und Gelenkschmerzen, ungewöhnliche Knochenbrüche und gelegentlich ein Gewebeuntergang im Bereich des Kieferknochens. Wie Wissenschaftler der Universität Kiel mutmaßen, beruhen einige dieser unerwünschten Begleiterscheinungen möglicherweise auf einer Entleerung der Vorräte an Coenzym Q10, einem an der Energiegewinnung beteiligten Enzym in den Zellkraftwerken, den Mitochondrien.

          Geringere Mengen des Enzyms im Blut

          Das schließen die Forscher um Dietrich Kabelitz vom Institut für Immunologie jedenfalls aus den Ergebnissen einer Untersuchung, an der 71 durchschnittlich 73-jährige Frauen mit altersbedingtem Knochenschwund beteiligt waren. Wie die Autoren im „Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism (13. Januar 2014, 13:jc20133648) berichten, wiesen die mit Biphosphonaten behandelten Probandinnen deutlich geringere Mengen an Coenzym Q10 im Blut auf als die Frauen der Vergleichsgruppe, die keine solchen Medikamente erhalten hatten.

          Mit der Dauer der Therapie vergrößerte sich zudem der Abstand zwischen den beiden Kollektiven. Ob niedrige Blutspiegel des Mitochondrien-Enzyms tatsächlich die erwähnten Nebenwirkungen verursachen und falls ja, auf welche Weise, müssen weitere Studien klären.

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