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Folge von Alkoholmissbrauch : Mehr Fälle von Leberversagen während des Lockdowns

Aus Langeweile oder Frust zur Flasche greifen? Ist die Leber schon geschädigt, kann das tödlich enden. Bild: Lucas Bäuml

Die soziale Isolation während der Corona-Krise könnte viele Alkoholiker das Leben gekostet haben. Diesen Verdacht weckt eine Studie aus der Frankfurter Universitätsmedizin.

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          Die Corona-Pandemie hat offenbar zu mehr Fällen von Leberversagen wegen Alkoholkonsums geführt. Das lässt sich aus einer Studie von Medizinern des Frankfurter Uniklinikums schließen. Die Ärzte des Universitären Leberzentrums haben erfasst, wie viele Patienten mit sogenanntem akut-auf-chronischem Leberversagen dort in den vergangenen vier Jahren behandelt wurden.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Von 2017 bis 2020 wurden insgesamt mehr als 200 Betroffene mit dieser Diagnose auf die Intensivstation gebracht. 2020 war dabei der Anteil jener Patienten, deren Organversagen auf Alkoholismus zurückzuführen war, weit höher als sonst: Hatte er in den Vorjahren stets bei etwa 25 Prozent gelegen, erhöhte er sich im ersten Pandemiejahr auf 57 Prozent.

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