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Medizin-Nobelpreis 2008 : Geschätzter Grundlagenforscher

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International renommiert: Tumorforscher Harald zur Hausen Bild: ddp

Mit der Verleihung des diesjährigen Nobelpreises für Medizin ist der Heidelberger Tumorforscher Harald zur Hausen völlig überrascht worden. Doch in Fachkreisen genießt der 72-Jährige wegen seiner Forschungserfolge schon seit langem höchste Anerkennung.

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          Der neue Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen wurde am 11. März 1936 in Gelsenkirchen geboren. Er studierte in Bonn, Hamburg und Düsseldorf Medizin und arbeitete nach seiner Habilitation 1960 am Institut für Mikrobiologie der Düsseldorfer Universität, am virologischen Institut der Kinderklinik in Philadelphia (US-Staat Pennsylvania) und am virologischen Institut der Universität Würzburg. Von 1977 bis 1983 hatte er in Freiburg den Lehrstuhl für Virologie und Hygiene inne.

          Von 1983 bis zu seiner Emeritierung im März 2003 war er Vorsitzender und Wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg - und hatte in diesen 20 Jahren erheblichen Anteil daran, dass das DKFZ mittlerweile zu den führenden Instituten der Krebsforschung weltweit zählt. Seit 2003 ist zur Hausen Vizepräsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle.

          Zahlreiche Auszeichnungen

          Für seine Leistungen wurde Harald zur Hausen schon vor der Zuerkennung des Medizin-Nobelpreises 2008 mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, unter anderem erhielt er den Robert-Koch- Preis (1975), den Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preis (1994), den Ernst-Jung-Preis (1996), den Charles Rodolphe Brupbacher-Preis (1999) sowie den Raymond Bourgine Award (2006).

          Dem Forscher wurden zudem mehrere Ehrendoktor-Würden und im April 2004 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. Zur Hausen ist Chefredakteur der Fachzeitschrift „International Journal of Cancer“.

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