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Länger leben : Welches Training das Sterberisiko verringert

  • -Aktualisiert am

Große und kleine Gewichte zu stemmen fördert die Gesundheit. Bild: Esra Klein

Nordic Walking, Jogging, Radfahren gelten als die Sportarten, die das Leben verlängern können. Eine neue Studie zeigt nun, dass man auch im Fitnesscenter seine Lebenszeit ausbauen kann.

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          Bewegung, Sport, ist gut für die Gesundheit – so weit, so erwartbar. Aber eine neue Studie zeigt nun genauer, wie der Sport beschaffen sein sollte: Offenbar erhöht demnach nicht nur wer seine Ausdauer trainiert, sondern auch, wer regelmäßig Gewichte stemmt, die eigenen Chancen, länger zu leben. Das berichten Forscher der University of Iowa im „British Journal of Sports Medicine“.

          Das Team analysierte die Daten von rund 100.000 Teilnehmern einer Krebs-Vorsorgestudie, die je nach Aktivitätslevel vier Gruppen zugeordnet wurden. Dabei orientierten sich die Forscher an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, welche 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive (aerobe) körperliche Aktivität pro Woche vorgibt. Zusätzlich dazu sollten die Teilnehmer angeben, wie oft sie mit Gewichten trainierten.

          Das Ergebnis: Krafttraining und aerobes Training gehen unabhängig voneinander mit einem geringeren Sterberisiko einher – Fälle mit Krebserkrankungen als Todesursache wurden ausgeklammert. Wer ausschließlich aerob trainierte, hatte gegenüber der (körperlich inaktiven) Referenzgruppe ein 24 bis 34 Prozent geringeres Risiko, im Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 9 Jahren zu versterben. Aber auch diejenigen, die kein aerobes Training absolvierten, hatten ein um 9 bis 22 Prozent geringeres Sterberisiko, wenn sie stattdessen Gewichte stemmten.

          Wer beide Trainingsarten kombinierte, war dem geringsten Sterberisiko ausgesetzt. So hatte bereits jemand, der einmal im Monat Gewichte hob und Ausdauersport auf dem niedrigsten Level betrieb, ein um 35 Prozent, bei intensivem Ausdauertraining sogar ein um 49 Prozent geringeres Risiko. Andersherum trug häufigeres Krafttraining bei niedriger aerober Trainingsintensität allerdings nicht zu einem geringeren Sterberisiko bei.

          Zudem waren die beobachteten Effekte bei Frauen stärker als bei Männern, während Faktoren wie der Zugang zu Bildung, Rauchen, der BMI oder die ethnische Zugehörigkeit keine signifikante Rolle spielten. Bei den Teilnehmern handelte es sich vorrangig um weiße, nicht-hispanische Menschen, die zum Zeitpunkt der Erhebung durchschnittlich 71 Jahre alt waren.

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