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Künstliche Lunge : Wenn die Maschine das Atmen übernimmt

  • -Aktualisiert am

Die menschliche Lunge mit dem unteren Teil der Luftröhre und den Bronchien. Bild: Medical Art Service

Einst zur Wiederbelebung genutzt, ist die maschinelle Beatmung heute fester Bestandteil der Intensivmedizin. Dank moderner Geräte können Schwerstkranke auch zu Hause versorgt werden. Doch für die Angehörigen ist das finanziell kaum zu stemmen.

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          Herzlos“ fanden Demonstranten die Ärzte, die das schwerstkranke Baby Charlie Gard in London nicht weiter künstlich beatmen wollten. Der elf Monate alte Junge litt unter einer schweren seltenen und unheilbaren Erbkrankheit, aufgrund derer seine Zellen nicht normal funktionieren können. Er war taub, gelähmt und hatte keine Hirnaktivität. Am Leben hielt ihn ein Beatmungsgerät, das schließlich nach langem Rechtsstreit im Sommer 2017 abgeschaltet wurde.

          Zeitungen wurden nicht müde, über den heldenhaften Kampf der jungen Eltern aus dem Londoner Westend gegen den National Heath Service zu berichten. Der Gesundheitsdienst des Vereinten Königreiches finanziert sich aus Steuermitteln und sorgt für die medizinische Behandlung jedes Untertanen und sogar von Reisenden. Dass das System nicht unbegrenzt für Beatmungs- und Intensivpflege aufkommen kann, leuchtet ein. Warum sollte es hierzulande anders sein?

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