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Nach dem Krebs : Überlebende sind auf sich allein gestellt

  • -Aktualisiert am

Bewegung und Sport gehören oft schon selbstverständlich zur Nachsorge einer Krebstherapie. Doch selten ist es mehr. Bild: mauritius images

Viele Millionen überleben den Krebs, vielen geht es gut. Doch noch mehr sind schlecht versorgt. Experten beklagen die eklatanten Lücken in der Begleitung von Krebspatienten nach der Therapie. Wie lässt sich das ändern?

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          Es ist eine Erfolgsgeschichte mit Schattenseiten. Viele Krebspatienten überleben heutzutage ihre Tumorerkrankung langfristig, fühlen sich aber trotzdem nicht geheilt und gesund. Sie leiden unter den Spätfolgen der Therapie und den psychosozialen Belastungen der Diagnose. Dazu zählen Erschöpfung, Überforderung, depressive Symptome, Nervosität und chronische Schmerzen. Bei vielen Langzeitüberlebenden sind auch Organe geschädigt worden, oder sie leiden unter Knochenschmerzen, Taubheitsgefühlen, Sensibilitätsstörungen oder müssen gar mit einem Zweittumor leben.

          Viele Langzeitüberlebende altern auch schneller, finden nicht mehr ins Berufsleben zurück und kämpfen mit finanziellen Problemen. Junge Langzeitüberlebende können oft ihren Kinderwunsch nicht mehr realisieren und fühlen sich um ihren Lebensentwurf betrogen. Und über allem schwebt die Angst, dass der Krebs zurückkehren könnte, denn es gibt keinen Zeitpunkt, auch nicht aus wissenschaftlicher Sicht, den sicheren Sieg über den Tumor zu erklären. Es gibt nur eine Wahrscheinlichkeit, gesiegt zu haben.

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