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FAZ Plus Artikel Klinikärzte klagen an : Kranke Kinder sind die Verlierer

  • -Aktualisiert am

Viele Kinder müssen sich in Kliniken allein fühlen. Bild: dpa

Kinder sind oft die Opfer der Ökonomisierung in Kliniken. Das zu ändern, wäre gar nicht so schwer. Ein Gastbeitrag.

          Viele einst unheilbare Erkrankungen bei Kindern sind heute heilbar. Die Pioniere der Kindermedizin haben erkannt, dass Kinder keine kleine Erwachsenen sind, denn die Determinanten von Gesundheit und Krankheit sind andere als bei Erwachsenen. Sie waren auch Vordenker der Kinderrechte, welche Kindern heute in fast allen Staaten eigenständige Bürgerrechte zuerkennen. Das alles findet sich so ähnlich im Koalitionsvertrag der mutmaßlich neuen großen Koalition in Berlin wieder. Wann aber folgen den Worten die Taten der Politik? Heute leiden kranke Kinder und insbesondere solche mit schweren, chronischen, komplexen und seltenen Erkrankungen, unter der schleichenden (politisch verantworteten) Umwertung der Werte in der Medizin. Wenn die Medizin sich in erster Linie an Effizienz und Profitabilität orientiert, verliert sie den Respekt für das Recht der Kinder auf Kindsein. Die aktuelle Situation erfordert dringend Korrekturen im System.

          Deutschland ist ein reiches Land. Dank steigender Unternehmensumsätze und abnehmender Arbeitslosigkeit blüht die Wirtschaft. Auch das deutsche Gesundheitswesen profitiert vom Wohlstand. Die Spitzenstellung Deutschlands in ökonomischer Sicht steht allerdings im Gegensatz zu einer mittelmäßigen Plazierung im Blick auf die Lebenswirklichkeit unserer Kinder, wie Erhebungen der OECD und einer etwas jüngeren Unicef-Studie aus dem Jahre 2013 zeigen. Glücklicherweise erfreuen sich die meisten Kinder in unserer Gesellschaft guter bis sehr guter Gesundheit – das ergaben repräsentative Umfragen im Auftrag der Bundesregierung für die vor zwei Jahren publizierte jüngste KiGGS-Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Doch jene Kinder, die an schweren, komplexen, chronischen und seltenen Erkrankungen leiden, immerhin rund 200.000 Kinder und Jugendliche, sind in vieler Hinsicht benachteiligt. Diese Kinder werden in der Regel durch die Universitätsmedizin betreut.

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          Die Autoren

          Professor Dr. Christoph Klein ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin im Dr. von Haunersches Kinderspital, Ludwig- Maximilians-Universität München

          Professor Dr. Charlotte Niemeyer ist Ärztliche Direktorin der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Freiburg